150 Beschäftigte legen Arbeit nieder

Erster Warnstreik in der Geschichte von Weidemann

+
Der erste Warnstreik in der Geschichte des Radlader-Herstellers: Rund 150 Beschäftigte der Firma Weidemann haben am Dienstag am Werk in Korbach die Arbeit niedergelegt.

Korbach. Zum ersten Mal in der Geschichte des Radlader-Herstellers Weidemann haben am Dienstag die Beschäftigten bei einem Warnstreik ihre Arbeit niedergelegt.

Vor den Werkstoren in der Industriestraße in Korbach haben sich nach Gewerkschaftsangaben rund 150 Mitarbeiter versammelt, ausgestattet mit Trillerpfeifen, Fahnen und Bannern. Für das Unternehmen ein Novum: "Ich bin seit 40 Jahren dabei, in der Zeit ist bei Weidemann nie gestreikt worden", sagt Betriebsratsvorsitzender Hartmuth Schiller.

Grund sind die laufenden Tarifverhandlungen: Fünf Prozent mehr Geld fordert die IG Metall für die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie. Die Arbeitgeber liegen klar darunter. "Es ist bitter notwendig, mehr Druck auf die Arbeitgeber auszuüben", sagt Bernd Löffler, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Nordhessen. Während Umsätze und Renditen der Unternehmen Höhenflüge erlebten, werde die Arbeit und Leistung der Beschäftigten nicht anerkannt. Löffler: "Wir werden mit Brotkrumen abgespeist."

Warnstreik bei Weidemann

Die Arbeitgeber hatten in der dritten Gesprächsrunde ein neues Angebot vorgelegt: Ab April sollte es danach eine Entgeltsteigerung in zwei Stufen geben, die sich bei einer Laufzeit von 24 Monaten auf insgesamt 2,1 Prozent summiert. Hinzu käme eine Einmalzahlung von 0,3 Prozent über zwölf Monate. "Das reicht nicht mal für eine Kiste Oettinger", sagt Löffler.

Mehr zum Thema

Kommentare