Waldeck-Frankenberg

Erwachsene finden neue Perspektiven

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- Waldeck-Frankenberg (resa). „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“. Dass in der Redewendung auch Unwahrheit steckt, davon sind die Mitarbeiter der Kreishandwerkerschaft überzeugt. Deswegen setzen sie sich in einem Netzwerk für die Nachqualifizierung Erwachsener ein.

Wenn Frauen nach 20 Jahren Haushalt und Kindern in den Beruf zurückkehren wollen, dann haben sie es schwer. Wenn motivierte Techniker keine qualifizierte Arbeitsstelle bekommen, weil ihre Ausbildung, die sie vor 30 Jahren in der damaligen DDR machten, nicht anerkannt wird oder sie Quereinsteiger sind, dann ist das frustrierend. Und wenn die Langzeitarbeitslosigkeit droht, weil einer keinen Schulabschluss vorweisen kann, dann drohen sozialer Abstieg und Depression.

Ein starkes Netzwerk setzt sich in Waldeck-Frankenberg seit dem vergangenen Jahr für neue Perspektiven ein. Bildungseinrichtungen, Unternehmen und Vertreter der Städte, des Landkreises und der Wirtschaftsförderung entwerfen seit dem gemeinsam Ideen, wie auch ältere Arbeitnehmer zu Fachkräften geschult werden können. Diskutiert wird über Konzepte ebenso wie über die Realisierbarkeit und Durchführung.

Während der zweiten Fachtagung gestern Nachmittag im Korbacher Fröbelseminar, stellten Bildungsträger und Unternehmen Projekte vor, in denen Arbeitnehmer die Möglichkeit zur Nachqualifizierung nutzen. „Menschen, die sich Aufstiegsmöglichkeiten in ihren Jobs wünschen, sind davon ebenso angesprochen, wie diejenigen, die nach Neueinstiegen suchen“, erklärte Ursula Müller von der Kreishandwerkerschaft.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Freitag, 10. Dezember.

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