Krippenspiel an Heiligabend in der Kilianskirche Korbach

Ein Esel geht nach Bethlehem

Korbach - Maria, Josef und das Christuskind: Die Weihnachtsgeschichte aus der Bibel ist stets modern, wie das muntere Krippenspiel im Familiengottesdienst an Heiligabend in der Kilianskirche zeigte.

Jahr für Jahr inszenieren Mädchen und Jungen aus dem Kindergottesdienst am Kilian die Weihnachtsgeschichte neu. Diesmal rückte ein bekannter Begleiter auf vier Beinen in den Blickpunkt: "Ein Esel geht nach Bethlehem", hieß der Titel des Krippenspiels im Familiengottesdienst. Der treue graue Begleiter erweist sich als schlau und hilfreich auf der beschwerlichen Tour. Für die Kinder, die Organisatorinnen des Krippenspiels und Artur Worobiow als musikalischen Gestalter gab es am Ende kräftigen Applaus in der vollbesetzten Kilianskirche. Zum Auftakt interpretierte Pfarrerin Christel Wagner die Weihnachtsgeschichte in modernen Worten: Vor über 2000 Jahren ließ der römische Kaiser Augustus das Volk im gelobten Land zählen. "Da es damals noch kein Telefon gab", keine Handys oder das Internet, mussten sich der Zimmermann Josef und seine schwangere Verlobte Maria also von Nazareth in Josefs Geburtsstadt Bethlehem auf eine lange Reise begeben. Augenzwinkernd dürfte man hinzufügen: Da es noch kein "Facebook" gab oder "WhatsApp", wie in der heutigen Wohlstandsgesellschaft, musste der Herr im Himmel einen Engel losschicken, um den Hirten von der Geburt des Heilands zu berichten. Ärmlich, auf Heu und auf Stroh war Jesus derweil gebettet – und dennoch stand der Stall in Bethlehem unter einem besonders leuchtenden Stern. Aber das ist ja gerade auch die Botschaft aus der Weihnachtsgeschichte: "Gott kann sich zeigen, wenn jemand einem anderen hilft", betonte Pfarrerin Wagner. Das gelte auch heute – ob in der Schule, am Arbeitsplatz oder gegenüber Flüchtlingen aus der Fremde. (jk)

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