Großübung im Korbacher Krankenhaus

Evakuierung für den Notfall geprobt

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Innerhalb von 20 Minuten waren die Patienten im Korbacher Krankenhaus aus der Gefahrenquelle in Sicherheit gebracht - die Evakuierungsübung am Samstagvormittag war ein voller Erfolg.  

Korbach. Alarm, Blaulicht, Evakuierung: Am Samstagvormittag hielten Freiwillige Feuerwehr und Rettungsdienste am Korbacher Stadtkrankenhaus eine Brand- und Evakuierungsübung ab.  

Alarm, Blaulicht, Evakuierung – bei einer Großübung im Korbacher Stadtkrankenhaus am Samstagvormittag waren mehr als 100 Einsatzkräfte und Helfer im Einsatz. Kurz nach zehn Uhr wurde ein Brandalarm im Stadtkrankenhaus ausgelöst – zur Simulation eines Ernstfalles, den das Klinikpersonal in Kooperation mit der Freiwilligen Feuerwehr aus Korbach und dem DRK-Rettungsdienst probte. Angenommen wurde ein Brand auf der Intensivstation und einer Normalstation im Neubau; unter anderem mussten zehn Patienten evakuiert werden, erklärt Claudia Schneider, Sprecherin des Krankenhauses.

Innerhalb weniger Minuten trafen die ersten Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr und des DRK-Rettungsdienstes an der Klinik ein und das realistische Szenario begann. Die interne Einsatzleitung des Krankenhauses – leitende Mitarbeiter des Ärztlichen Dienstes, des Pflegedienst, Technischen Dienst und Geschäftsführer – informierte die eintreffenden Rettungskräfte über die Lage und bereits ergriffene Erstmaßnahmen.

Die weitere Koordination der Evakuierung erfolgte dann gemeinsam mit Feuerwehr und Rettungsdiensten. Durch künstlichen Nebel verqualmte Räume mussten die Rettungsteams zu den „Patienten“ vordringen, die von zehn Gesundheits- und Krankenpflegeschülern des Bildungszentrums gespielt wurden. Alle waren an Monitore und Überwachungsgeräte angeschlossen und mussten mitsamt der Apparatur liegend aus der „Brandzone“ in die Tagesklinik und die Cafeteria gebracht werden. Dabei mussten vier „Patienten“ über die Außentreppe des Neubaus transportiert werden - eine besondere Herausforderung.

Innerhalb von 20 Minuten nach Auslösen des Alarms waren alle Patienten evakuiert. „Das ist eine hervorragende Zeit“, sagte der stellvertretende Stadtbrandinspektor Carsten Vahland, der zusammen mit Wehrführer Jörn Häußler den Einsatz der Korbacher Feuerwehr koordinierte. „Die Zusammenarbeit und Koordination aller Beteiligten war vorbildlich“, lobt auch Jürgen Dezius, organisatorischer Leiter des Rettungsdienstes.

Von der Klinik dankten Geschäftsführer Christian Jostes, Chefärzte Dr. Jochen Klotz und Dr. Michael Tübben, Pflegedienstleiterin Gerlinde Stremme sowie Technischer Leiter Uwe Jürß allen beteiligten Klinikmitarbeitern und externen Rettungskräften für ihren tatkräftigen und professionellen Einsatz – besonders auch den vielen Ehrenamtlichen der Freiwilligen Feuerwehr Korbach und des DRK-Rettungsdienstes, die an dem Einsatz mitwirkten.

Am Einsatz beteiligt waren rund 50 Freiwillige Feuerwehrleute aus Korbach mit zehn Einsatzfahrzeugen sowie ein Notarzt, der leitende Notarzt des Landkreises Waldeck-Frankenberg sowie sechs Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeuge mit rund 25 Einsatzkräften und rund 50 Mitarbeiter des Stadtkrankenhauses. (r/md)

 

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