Azubis lernen, Verschwendung aufzudecken und Produktion zu verbessern

Fabrik im Seminarraum simuliert

Flechtdorf - So funktioniert Fabrik: Auszubildende des Radlader-Herstellers Weidemann haben den Weg eines Produkts von der Bestellung bis zur Auslieferung simuliert – um den Blick für die Abläufe im eigenen Unternehmen zu schärfen.

„Fabrik im Seminarraum“ (FiS) nennt sich die Unternehmenssimulation. Anders als bei der klassischen Vermittlung von Inhalten müssen die Auszubildenden hier selbst aktiv werden: Anhand eines realen Produkts wird spielerisch ein komplettes Unternehmen abgebildet – inklusive Produktion, Produktionsplanung und -steuerung, Qualitätssicherung, Lager, Lieferant, Logistik und Kunde. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind mittendrin, wenn Verschwendung aufgedeckt wird, Verbesserungen von Arbeitsprozessen erarbeitet werden und die Produktion optimiert wird – ganz ohne theoretischen Ballast.Sehr gute Erfahrungen mit diesem praxisorientierten Ansatz hat die Firma Weidemann bereits gemacht. Mehr als 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus allen Hierarchie- und Funktionsebenen haben bereits an einer „Fabrik im Seminarraum“ teilgenommen. „Wir haben uns bewusst für diesen sehr praktischen Ansatz entschieden“, sagt Weidemann-Geschäftsführer Bernd Apfelbeck. So werde die Geschäftsprozessorganisation in die Berufsausbildung integriert. „Zudem nutzen wir hier die Chance – entsprechend der zunehmenden Erwartungshaltung unserer Auszubildenden –, nicht nur einzelne Prozesselemente zu betrachten, sondern prozessübergreifend zu qualifizieren“, so Apfelbeck.(r)

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