Vorschlag: Indoorspielhalle am Fuß des Ettelsbergs

In Familientourismus investieren

Willingen - Im Bemühen, den Familientourismus in der Uplandgemeinde weiter voranzubringen, wurde eine neue Idee geboren: Im Gespräch ist der eventuelle Bau einer Indoorspielhalle am Fuß des Ettelsbergs.

Das Thema kam auf Initiative von Bürgermeister Thomas Trachte bereits in einer Sitzung der Betriebskommission des Willinger Kurbetriebs zur Sprache, die sich dafür aussprach, weiter an dem Projekt zu arbeiten. Wie der Verwaltungschef auf Anfrage der Wal
deckischen Landeszeitung erklärte, schwebt ihm der Bau einer Halle hinter dem Eislaufstadion vor – einer Mehrzweckeinrichtung mit dem Schwerpunkt einer wetterunabhängigen Gästebetreuung für Familien mit Kindern. Mit Hilfe einer außenstehenden Beratungsfirma wurde ein erster Businessplan erstellt. Er kommt zum selben Ergebnis wie eine durch Bürgermeister Trachte und Kurbetriebsleiter Ernst Kesper durchgeführte Wirtschaftlichkeitsprüfung. „Nach unserer Einschätzung ist es möglich, durch die zu erzielenden Einnahmen nicht nur die Folge- und Kapitalkosten zu refinanzieren, sondern auch Beiträge zur Verlustdeckung des Kurbetriebs insgesamt zu erwirtschaften.“ Trachte weist darauf hin, dass es sich bisher nur um eine Idee handelt. „Das Konzept muss politisch vorgestellt und entschieden werden.“ Es gibt also noch keine Beschlüsse der Gemeindevertretung, und es stehen bisher keine Haushaltsmittel dafür zur Verfügung. Auch der Begriff „Indoorspielhalle“ ist bislang nur ein Arbeitstitel. „Ein Name muss noch entwickelt werden.“ Um die Möglichkeit einer Verwirklichung abzuklären, hat der Bürgermeister eine Fördervoranfrage gestellt. „Das Konzept wird nur dann weiterverfolgt, wenn sich an den bisherigen Prämissen nichts ändert.“ Um Familien mit Kindern etwas zu bieten, wurde in den letzten Jahren mit großem Erfolg in den Sommermonaten das „Kinderdorado“ im Besucherzentrum angeboten. „Die Gemeinde kann ihre starke Position nur halten, wenn wir die touristische Infrastruktur weiterentwickeln“, davon ist das Gemeindeoberhaupt überzeugt.Seine Überlegungen gehen dahin, die Halle im Bereich des jetzigen Mountainbike-Parcours hinter dem Eislaufstadion zu errichten und dort unter anderem Spiellandschaften für verschiedene Altersgruppen einzurichten und weitere Animationsmöglichkeiten für Familien zu schaffen. „Die Bikestrecke müsste verlegt oder umgebaut werden.“ Falls die vorbereitende Klärungsphase positive Ergebnisse bringt und entsprechende politische Entscheidungen gefällt werden, könnte die Idee aus Sicht des Bürgermeisters möglicherweise schon 2015 in die Tat umgesetzt werden. Von Ulrike Schiefner

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