Mündener Prunksitzung am Sonntag mit Büttenreden, Sketchen und Showeinlagen

Farbenfroh trotz Uniform

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Die Mündener Damen zeigen sich um die Verteidigung ihres Ortes besorgt – die „lebende Kanonenkugel“ Steffi (4. v. l.) soll für Sicherheit sorgen.Fotos: Wilhelm Figge

Lichtenfels-Münden - Mündenerinnen bei der Bundeswehr, als Arzt praktizierende Bürgermeister und Schlagersänger malträtierende Majestäten: Der Mündener Karneval sah manch Narren in ungewohnter Position.

Die Mündener Prunksitzung begann zackig: „Oberst Lustig“, bürgerlich Karl-Friedrich Kraushaar, marschierte ein und gab den Narren Anleitungen für Applaus und Gelächter - Maßgaben, welche die Karnevalisten nicht brauchten: Das Programm sorgte auch so für jede Menge „Helau“-Rufe und „Uiuiui“-Gesänge.

Ist Münden noch sicher?

Dafür sorgten auch andere Uniformierte: die um die Sicherheit Mündens besorgten Frauen. Weder Elferrat noch Schützen seien eine Hilfe - und Bürgermeister Uwe Steuber sei zwar kräftig, habe aber nur Rasenmäher und Laubpistole und einen als Wasserbehälter getarnten Bunker im Arsenal. Mit der „Bourlesque bei der Bundeswehr“ zeigten sie, wie sie die Münder Sicherheit garantieren: mit Tanz und Slapstick.

Uniformiert, aber ganz und gar unmilitant zeigten sich die Gäste vom Liesener Karnevalsverein. Die Funkengarde sorgte gleich zu Beginn für Karnevalsstimmung, das Dreigestirn aus Prinz Michael II. Schmidt, Jungfrau Lars „Larissa“ I. Guntermann und Bauer Torsten I. Geitz beteiligte sich an einer der unterhaltsamsten Nummern des Abends: der Heino-Orgel. Schlagersängerimitatoren gaben bei leichten Schlägen auf den Hinterkopf einen Teil bekannter Liedzeilen von sich, die Majestäten musste sie in die richtige Reihenfolge bringen - ein weniger dauerte es, bis sie den Dreh raus hatten, und Hits wie „Los A durch Nacht die tem“ zu „Atemlos durch die Nacht“ wurden.

Von Wilhelm Figge

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