Vöhl

„Fast wie in alten Zeiten – und besser“

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- Vöhl-Ederbringhausen (resa). Seit genau drei Jahren weht auf Burg Hessenstein ein anderer Wind: Damals übernahmen Nabu, Kreis und Handwerkerschaft die Herberge. Für ihren Einsatz werden sie mit immer mehr Übernachtungen und einem Zertifikat belohnt.

Jeden Morgen wenn Stefanie Huwald auf ihrem Weg zur Arbeit über den Burgplatz schlendert, beschleicht ein breites Lächeln ihr Gesicht. Sie liebt diesen Ort, die stolzen Türme, die in den Himmel ragen – ihren Arbeitsplatz.Die Erinnerungen an trübe Zeiten allerdings sind noch ganz lebendig bei der Burgmanagerin. Vor dreieinhalb Jahren nämlich stand die Jugendherberge auf dem Hessenstein vor dem Aus. Das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) hatte sich zurückgezogen und den Pachtvertrag gekündigt. Die Kosten für nötige Brandschutzmaßnahmen seien zu hoch geworden und die Burg entspreche nicht mehr den Ansprüchen des modernen Unternehmens, hieß es.

Damals sprangen Landkreis, Naturschutzbund und Kreishandwerkerschaft ein, schmiedeten ein Bündnis, investierten und retteten die Burg. Stefanie Huwald, die damals bereits viele Jahre auf der Burg gearbeitet hatte, stellten sie als Managerin ein. „Ich hatte damals keine Vorstellung, wie es mit dem Bündnis als Träger funktionieren würde“, gibt sie heute zu, „schließlich kamen die drei Beteiligten aus ganz verschiedenen Bereichen“. Heute weiß die 41-Jährige es besser. „Alle drei sind sich einig, verfolgen ein Ziel“, lobt sie, „es geht nicht ums Geld, sondern wirklich um die Bildungseinrichtung“.

Mit Erfolg: 16 500 Übernachtungen zählte Stefanie Huwald im vergangenen Jahr, 2000 Mehr als noch 2009. Welche Ziel sie vor Augen habe? „Wir möchten wieder 20 000 Übernachtungen schaffen, wie zu Hochzeiten beim DJH“, sagt die Burgchefin und fügt lächelnd hinzu, „ich bin ganz zuversichtlich, dass wir diese Zahl in den nächsten Jahren erreichen.“

Die Stammgäste kehren zurück, neue Besucher kommen auf den Hessenstein und auch Landkreis, Kreishandwerkerschaft und Naturschutzbund schicken Gruppen. Mit zwei Mitarbeitern startete Stefanie Huwald vor drei Jahren, inzwischen sind wieder 17 Mitarbeiter angestellt. Und so entpuppt sich der Hessenstein zur Erfolgsgeschichte. „Es ist fast wie in alten Zeiten“, sagt Stefanie Huwald, „und noch ein bisschen besser“. Durch die Zusammenarbeit mit den Bündnispartnern sei die Burg auch inhaltlich weiter entwickelt worden.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Freitag, 25. März

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