Korbacher Schützen erinnern am Reginentag an Padberger Fehde

Aus Feinden sind längst Freunde geworden

Korbach - Mit einer Andacht und einem Festzug hat die Korbacher Schützengilde gestern Abend an die Padberger Fehde erinnert. Zum Reginentag reisten auch Gäste aus Padberg an.

Ohne Kanonendonner und Säbelrasseln, aber mit Uniform und Ritterhelm erinnerten die Korbacher Schützen gestern Abend an die kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Padbergern. Ein Jahr nach den großen Feierlichkeiten 600 Jahre nach der Fehde, bewiesen Korbacher und Padberger in diesem Jahr zum Reginentag in aller Ruhe ihre Verbundenheit. Mit Andacht und Festzug, die seit 1995 wieder zum Reginentag gehören, stellten sie die Gemeinschaft und den Wunsch nach Frieden in den Mittelpunkt des Festtages. „Lassen Sie uns mitbauen an einer gerechteren und friedlicheren Welt“, rief Pfarrer Gisbert Wisse Korbacher und Padberger auf. Die Andacht gestaltete er gemeinsam mit seinem evangelischen Kollegen Pfarrer Markus Heßler. Für die Musik sorgten Spielleute aus Padberg. Dass die Kilianskirche ein guter Ort zum Erinnern ist, befand Oberjäger Johannes Vutz: „Im Jahr 1413 hätte sicher niemand auf beiden Seiten gedacht, dass Padberger und Korbacher hier eines Tages gemeinsam in den Kirchenreihen sitzen.“ Aber nun würden sie Jahr für Jahr miteinander den Frieden hier feiern. Vutz stellte fest: „Aus einstmaligen Feinden sind gute Freunde geworden, deren Verbindung noch immer wächst“.Und so gehörten die Besucher aus Padberg dann auch wie selbstverständlich zum Festzug, der sich von der Kilianskirche durch die Altstadt zog. Zuvor verabschiedete Vutz sich im Namen der Gilde bereits von Gisbert Wisse, der Ende des Jahres in den Ruhestand geht. „Vielen Dank für deine Begleitung“, betonte Vutz, „scherzhaft könnte man sagen zwischen Spiritualität und Spirituosen.“ (resa)

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