Gottesdienst, Geselligkeit und prächtige Oldtimer ziehen zahlreiche Gäste ins Feld

Feld-Ittlar-Fest mit neuer Zugkraft

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Diemelsee - Auf eine neue Spur lenken die Veranstalter das Feld-Ittlar-Fest – und setzen dabei weiterhin auf Tradition: Zugkraft gewann das Fest am Sonntag durch eine prächtige Parade historischer Traktoren.

Im geschichtsträchtigen Fünf-Dörfer-Eck rund um das Feld-Ittlar feiern die fünf angrenzenden Dörfer Benkhausen, Schweinsbühl, Deisfeld, Giebringhausen und Sudeck seit über 40 Jahren das Feld-Ittlar-Fest. Einst trafen sich Gäste und Dorfbewohner jährlich auf dem Feld bei Zölzers Scheune, seit 2010 organisieren die Heimat- und Verkehrsvereine der fünf Ortschaften das gesellige Beisammensein alle zwei Jahre, stets am 3. Juliwochenende. „Um das Interesse an dem Fest aufrechtzuerhalten, haben sich die Organisatoren dieses Jahr etwas Neues einfallen lassen“, erklären Willi Schäfer (Schweinsbühl) und Klaus Fischer (Benkhausen). Über Mund-zu-Mund-Propaganda und einen Aufruf in der Heimatzeitung haben sie Besitzer von Oldtimern eingeladen, ihre „Schätzchen“ mal wieder aus der Garage zu fahren und sie dem Publikum beim Feld-Ittlar-Fest vorzustellen. Mit Erfolg: 38 Traktoren, aber auch Motorräder der Marke Zündapp (Baujahr 1980) und Miele (1951) sowie ein NSU 1200 haben den Weg zu Zölzers Scheune gefunden – und sorgten dort für viele bewundernde Blicke und reichlich Gesprächsstoff.

Vor allem die Männer hatten beim Anblick der alten Maschinen viel zu fachsimpeln und so manche Anekdoten zu erzählen. Aber auch für die Kinder hatten die Maschinen eine solche Anziehungskraft, dass sie auf mindestens so viel Interesse stießen wie die angebotenen Spiele. Schon zum Gottesdienst um 10 Uhr, den Pfarrerin Heiser (Flechtdorf) hielt, war Zölzers Scheune voller Besucher. Mittags wurde Deftiges vom Grill angeboten, nachmittags Kaffee und Kuchen und die Alphorngruppe Diemelhörner spielte auf. Am Nachmittag wurden die ältesten Oldtimer prämiert; als Preise hatten die Organisatoren Präsent-Körbe ausgelobt: Den 1. Preis erhielt Georg Schweitzer (Rhena) für seinen Lanz Bulldog aus dem Jahr 1936, „dem mit Abstand ältesten Fahrzeug, das beim Fest ausgestellt wurde“, erklärt Willi Schäfer. Den 2. Platz teilten sich drei Teilnehmer, die alle Maschinen aus dem Jahr 1951 präsentieren: Jonas Behle (Sudeck) für seinen Deutz-Traktor, Gunter Arnold (Lelbach) für seinen Hanomag R 28 und Marianne Unger (Deisfeld) für ihr Miele-Motorrad. Einen Sonderpreis vergaben die Veranstalter schließlich an die Trecker-Gemeinschaft Deisfeld als „tollste Gruppe“, erklärt Willi Schäfer: Die Traktor-Fans waren nicht nur mit ihren Treckern zur Ausstellung gekommen, sondern hatten auch alte Gerätschaften wie eine Motorsäge Stihl Contra (1963) und einen JF-Mähdrescher dabei, lobten die Organisatoren. Die Premiere ist gelungen. Beim nächsten Feld-Ittlar-Fest in zwei Jahren dürfen sich die Besucher wieder auf ein geselliges Beisammensein – und viele Oldtimer freuen. (md)

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