Vöhl und Mouchard feiern 25 Jahre Partnerschaft

Ein Festwochenende unter Freunden

Vöhl - Es war ein Fest unter Freunden, das Vöhler und Muscadiens gestern Abend in der Henkelhalle feierten. Zum 25-jährigen Bestehen der Partnerschaft zwischen den beiden Gemeinden erinnerten sich Franzosen und Deutsche an die Anfänge.

Mehr als sechs Stunden Fahrt hatten die Gäste aus Mouchard hinter sich, als sie am Samstagabend an der Henkelhalle ankamen. Fröhlich wurden sie dort von den Gastgebern vieler Vöhler Ortsteile erwartet. Die Freude über das Wiedersehen mischte sich mit der großen Erwartung auf den Festakt zum 25-jährigen Bestehen der Partnerschaft zwischen Vöhl und Mouchard gestern Abend. Nachdem sich Gastgeber und Gäste bereits am Morgen auf eine Wanderung durch den Naturpark gemacht hatten, stand in der Henkelhalle dann der offizielle Teil des Festwochenendes auf der Tagesordnung. „Viele Freundschaften haben sich ergeben“, betonte Vöhls Bürgermeister Harald Plünnecke. Engagierte Menschen würden sich seit 25 Jahren für die Partnerschaft einsetzen und mit Herzblut europäische Geschichte schreiben. Neben Bürgermeister Michel Rochet aus Mouchard waren auch die Bürgermeister aus Chamblay, Champagne sur Loue, Port Lesney und Villers-Farlay gekommen. Seit der Gebietsreform in Frankreich gehören die Orte mit zur Partnerschaftsregion. Auftritt der Ederseeschüler Plünnecke erinnerte an schwierige Zeiten zwischen Franzosen und Deutschen, geprägt von zwei Weltkriegen. „Nur 65 Jahre später ist zwischen uns eine enge Freundschaft gewachsen“, freute sich der Vöhler Bürgermeister und warb dafür, dass auch die künftige Generation sich um diese Partnerschaft kümmere. Ein gutes Zeichen war da der Auftritt der Ederseeschüler, die in einem Sketch gut gelaunt die Sprachschwierigkeiten zwischen Franzosen und Deutschen auf die Schüppe nahmen. Eine andere Französischklasse aus Herzhausen führte den Gästen auf deren Muttersprache die Schönheiten rund um Vöhl vor Augen. Für Heiterkeit sorgte schließlich auch Mourchards Bürgermeister Michel Rochet. Nach 25 Jahren habe er trotz seiner eher mäßigen Deutschkenntnisse den Anspruch an sich gehabt, die Festrede auf deutsch zu halten, erklärte er schmunzelnd und las aus dem Manuskript, das ihm Suzanne Flottmann aus Vöhl übersetzt hatte. „Ihr habt damals Recht gehabt, euch eine kleine Ecke in Frankreich für eure Partnerschaft zu suchen“, erklärte er. Gut würden die beiden Gemeinden zueinander passen. Sei die Verständigung auch manchmal schwer, mit Händen und Füßen sei sie doch am Ende immer gelungen. Heimreise am Dienstag Unterstützung bekam er bei seiner Rede von vier Muscadiens, die zur Freude des Publikums, eine Gartenszene spielten, die von Verständigungsproblemen und gemeinsamen Erinnerungen erzählte. Bilder aus 25 Jahren begleiteten den Vortrag. Einen besonderen Dank richtete er an Michel Genet, den ersten Vorsitzenden der Vereinigung auf französischer Seite. Er könne zwar aus gesundheitlichen Gründen dieses Mal nicht dabei sein, sei aber die Seele der Partnerschaft, betonte Rochet.Montag stehen für Gastgeber und Gäste Ausflüge zum Hessenstein und zur Itterburg auf dem Programm, am Dienstag reisen die Freunde aus Frankreich dann nach Hause. (resa)

Kommentare