Land Hessen fördert den Anbau an den Korbacher Stützpunkt mit 100 000 Euro

Feuerwehr erweitert Werkstatt

Korbach - Immer mehr Städte und Gemeinden aus dem Landkreis und dem angrenzenden Nordrhein-Westfalen nutzen die technischen Dienste der Korbacher Feuerwehr. Deshalb will die Stadt die Werkstatt am Stützpunkt für 100 000 Euro erweitern lassen.

Interkommunale Zusammenarbeit wird belohnt: Das Land zahlt pauschal 100  000 Euro für den kompletten Anbau, so hoch werden nach Berechnungen der Stadt Korbach voraussichtlich auch die Gesamtkosten der Baumaßnahme sein. Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke überreichte am Mittwochabend den Bewilligungsbescheid. Die Werkstätten sollen in zwei Bauabschnitten erweitert werden. Begonnen wird mit der Atemschutzwerkstatt im Eingangsbereich des Stützpunktes. In einem zweiten Schritt wird im hinteren Bereich des Gebäudes angebaut. Der zusätzliche Platz war nötig geworden, weil immer mehr Kommunen die Dienstleistungen der Korbacher Wehr in Anspruch nehmen. „Das zarten Pflänzchen ist zu einem starken Baum herangewachsen“, sagte Friedhelm Schmidt, Leiter des Eigenbetriebs. 2004 gründete die Stadt den Eigenbetrieb „Technische Dienste und Feuerwehr“ – bis heute noch der einzige dieser Art in Hessen. Damals nutzten laut Schmidt fünf Kommunen das Angebot, mittlerweile sind es 21 Städte und Gemeinden aus Waldeck-Frankenberg und zwei Nachbarn aus Nordrhein-Westfalen. Die Mitarbeiter bieten ein Dienstleistungspaket rund um die Feuerwehren an – von der Reinigung und Desinfektion der der Atemschutzausrüstung über die Reparatur von Schläuchen bis hin zu Abgasuntersuchung für Feuerwehrfahrzeuge. Auch das Technische Hilfswerk, die Werksfeuerwehren von Continental und Viessmann oder die Polizei lassen Ausrüstungsgegenstände im Korbacher Stützpunkt warten. Die Aufgaben interkommunal zu bündeln, mache Sinn, erklärte Korbachs Bürgermeister Klaus Friedrich: „Es gibt nur Gewinner, alle Partner profitieren von der Werkstatt.“ Die Arbeiten für andere Städte und Gemeinden hätten sich in den vergangenen neun Jahren um ein Mehrfaches erhöht, führte Schmidt an. Allein in der Schlauchwerkstatt verzeichnet er eine Steigerung um mehr als 1300 Prozent. Entsprechend eng ist es den Räumlichkeiten geworden. Schmidt: „In Spitzenzeiten platzen wir aus den Nähten.“„Die Korbacher wird es wundern, dass die Feuerwehr schon wieder anbaut“, sagte Parlamentschefin Lilo Hiller. Möglich wird das durch ein Förderprogramm der Landesregierung: Wiesbaden unterstützt interkommunale Dienstleistungszentren finanziell.

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