Dorfitter:Weitere Lecks im Leitungsnetz

Feuerwehr versorgt Dorfitter mit Korbacher Wasser

- Seit Dienstagmorgen wird der Hochbehälter in Dorfitter mit Wasser aus Korbach versorgt. Die Feuerwehr legte eine drei Kilometer lange Schlauchleitung, nachdem alle anderen Versorgungsversuche gescheitert waren.

Vöhl-Dorfitter (resa). Bereits in der vergangenen Woche war dem Vöhler Wassermeister Andreas Böhnke ein ungewöhnlich hoher Wasserverbrauch in Dorfitter aufgefallen. Seine Mitarbeiter machten sich deshalb auf die Suche nach einem Leck (wir berichteten). Zwar wurden sie am Montagabend fündig, der Wasserverbrauch sank aber nicht. "Es gibt also noch andere Schäden", erklärte Vöhls Bürgermeister Harald Plünnecke am Dienstagmorgen. Der Hochbehälter in Dorfitter leerte sich also weiter, die Versorgung des Ortes war bedroht.

Bereits am Montagabend hatten die Mitarbeiter des Vöhler Bauhofs eine Schlauchleitung aus Obernburg gelegt, um Dorfitter mit Wasser auszuhelfen. "Daraufhin sank aber der Wasserdruck in Obernburg deutlich", berichtete der Bürgermeister. Also musste eine neue Lösung gefunden werden. Mit Unterstützung der Feuerwehren aus Korbach, Herzhausen und Sachsenhausen wurden noch Montagnacht Wassermengen in den Hochbehälter Dorfitter transportiert. Am Dienstagmorgen legten die Korbacher Feuerwehrleute dann eine rund drei Kilometer lange Versogungsleitung mit Feuerwehrschläuchen. Seit halb zwölf fließt das Korbacher Wasser nun in den Hochbehälter in Dorfitter, wird dort gechlort und sorgt dafür, dass die Haushalte weiterhin versorgt sind. "Wir bitten die Anwohner aber, das Wasser bis auf Weiteres abzukochen, bevor es zum Verzehr verwendet wird", sagt der Bürgermeister.

Gleichzeitig bittet er die Menschen um Mithilfe. Weiterhin sucht der Vöhler Wassermeister nämlich nach Schadstellen im System. "Sollten irgendwo Wassergeräusche zu hören sein, sollten die Menschen bei uns anrufen", sagt Plünnecke. Auch auftretende Nässe, ob in Häusern oder an ungewohnten Straßenstellen, sollten an Telefon 05635/993160 oder 0175/2952755 gemeldet werden.

Inzwischen sind auch in Schmittlotheim und Ederbringhausen Schäden im Leitungssystem aufgetaucht. Die Wasserversorgung ist aber sicher gestellt.

Mehr dazu lesen Sie in der Waldeckischen Landeszeitung und der Frankenberger Zeitung von Mittwoch, 15. Februar 2012.

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