Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Korbach: Vorstand bei Wahlen bestätigt · Schmidt warnt

„Feuerwehr wird zum Dienstleister“

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Korbach - Die Freiwillige Feuerwehr Korbach ist personalmäßig gut aufgestellt. Doch darauf ausruhen wollen sich die Brandschützer nicht.

Auf das vergangene Jahr und in die Zukunft blickten die Einsatzgruppe der freiwilligen Feuerwehr und der Verein der Feuerwehr Korbach auf ihrer Jahreshauptversammlung. Dabei gab es lobende, aber auch mahnende Worte.

Dass die Mitglieder mehr als zufrieden mit der Arbeit des Vorstands sind, das zeigten die Wahlen. Alle Amtsträger wurden einstimmig in ihren Positionen bestätigt. Und so setzt sich der Vorstand in den nächsten fünf Jahren aus Udo Lind (Vorsitzender), Volker Nickel (stellvertretender Vorsitzender), Bernd Ashauer (Geschäftsführer), Markus Block (stellvertretender Geschäftsführer), Stefan Dierich (Jugendwart) sowie Denis Heller und Christoph Casper (stellvertretende Jugendwarte) zusammen. Neu im Amt ist der langjährige Wehrführer Harald Casper als Chronist und Pressewart. Er übernimmt die Aufgabe von Gottfried Schulz.

Wehrführer Jörn Häußler ging in seinem Jahresrückblick auf die veränderten Aufgaben der Feuerwehr ein. Zu 155 Einsätzen rückten die Korbacher Brandschützer 2012 aus, das sind weniger als im Jahr zuvor. Die Einsatzzeit lag bei 431 Stunden. 45-mal ging der Alarm wegen eines Brandes. „Die Feuerwehr wird immer mehr zum Dienstleister“, sagte Häußler. Verkehrsunfälle, Abstreuen von Ölspuren oder Einsätze auf angekündigten Facebook-Partys: das Arbeitsspektrum erweitere sich immer mehr und darauf müssten die Mitglieder der Einsatzabteilung auch eingestellt sein. Mit 33 Lehrgängen und Seminaren – fast doppelt so viel wie im Jahr zuvor – sind die Voraussetzungen dafür bereits geschaffen.

Zum ersten Mal seit 30 Jahren nahmen die Korbacher im vergangenen Jahr an den Stadtpokalwettkämpfen teil. Auch deshalb befand Häußler, dass die Feuerwehr personalmäßig bestens aufgestellt sei. 114 Kameraden sind in der Einsatzgruppe aktiv, darunter zwölf Frauen. Damit dürften sich die Mitglieder aber nicht zufrieden geben.

Dem schloss sich Stadtbrandinspektor Friedhelm Schmidt an. „Bei uns ist die Tagesalarmsicherheit bei Großeinsätzen nicht immer gegeben.“ Er wies darauf hin, dass rund 40 Prozent der Einsatzkräfte nicht in der Kernstadt wohnen würden, außerdem arbeiteten viele außerhalb Korbachs. Das könne tagsüber zu Problemen führen. Positiv hingegen sei, dass im Sommer wohl das neue Tanklöschfahrzeug zur Verfügung stehe. Zudem soll in den nächsten drei bis fünf Jahren ein neues Hubrettungsfahrzeug angeschafft werden, was aber weit über 500 000 Euro kosten werde.

Bürgermeister Klaus Friedrich bedankte sich bei den Arbeitgebern und Familien für die Unterstützung. „Die Feuerwehr ist der Garant für unsere Sicherheit.“ Stadtverordnetenvorsteherin Lieselotte Hiller nutzte die Gunst der Stunde und trat dem Verein der Feuerwehr als 136. Mitglied bei. Auch Kreisbeigeordneter Werner Welsch, der Korbacher und Vizepräsident des Landesfeuerwehrverbands, Christoph Weltecke, sowie Vertreter der Continental-Werksfeuerwehr und der Kameraden aus Waltershausen richteten ihre Grüße an die Korbacher Feuerwehrmänner. Vorsitzender Udo Lind blickte zudem schon voraus. 2016 feiert die Feuerwehr 150-jähriges Bestehen.

Ehrungen und Beförderungen:

Neben dem Blick aufs vergangene Jahr und auf das, was noch kommt, standen bei der Jahreshauptversammlung auch Ehrungen und Beförderungen auf dem Programm. Seit 40 Jahren ist Eduard Slawik aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Korbach. Auf 25 Jahre kommen Volker Nickel und Andreas Rabe.

Neun Feuerwehrmänner und -frauen nahmen im vergangenen Jahr erfolgreich an Lehrgängen teil, sodass eine Beförderung anstand. Alexander Holzapfel ist ab sofort Oberfeuerwehrmann, Torben Jensen ist Hauptfeuerwehrmann, Andy Kebella und Michael Schalk sind Oberlöschmeister und Stefan Casper sowie Nicole Koroscha wurden zu Hauptlöschmeistern befördert.

Neue Mitglieder der aktiven Einsatzabteilung sind Sybille Vutz, Christina Pfeil, Manuel Wilke, Tobias Borchert, Niels Janssens, Manuel Reck, Thomas Schäfer und Robin Schleicher.(tt)

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