Evangelische Jugend engagiert sich mit „Waste-Week“-Aktion auch für Menschen

„Flüchtlinge besser behandeln“

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Müll vermeiden und Menschen nicht wie Müll behandeln: Rebecca Henry und Patrick Schwarz (vorn) sowie Marcel Böhmer und Katharina Dankwort machten bei ihrer Aktion in der Korbacher Fußgängerzone auf die Situation von Flüchtlingen aufmerksam. Foto: Dämmer

Korbach - Auf die Situation von Flüchtlingen in Deutschland machte die Evangelische Jugend Korbach am Mittwoch mit einer besonderen Aktion im Rahmen der „Waste Week“ aufmerksam.

Die Evangelische Jugend hat sich der internationalen „Waste Week“ angeschlossen - die Woche der Abfallvermeidung hat das Ziel, den nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen anzumahnen und ein öffentliches Bewusstsein für Abfallvermeidung zu schaffen. Die Jugendlichen in Korbach gingen bei der Waste-Week aber noch einen Schritt weiter und mahnten zugleich einen besseren Umgang mit den Menschen an, die als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind.

„Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass unserer Meinung nach Flüchtlinge in Deutschland oft wie Müll behandelt werden. Im Grunde sollen sie möglichst schnell wieder weg - egal, was danach mit ihnen passiert“, erklärte Patrick Schwarz, Praktikant beim Evangelischen Fröbelseminar in Korbach, und sieht fehlende Wertschätzung. „Es wäre wichtig, dass mehr Achtung und Toleranz gegenüber Flüchtlingen gezeigt wird“, sagte er.

So warben die jungen Frauen und Männer gestern Nachmittag an ihrem Stand am Berndorfer Torplatz für einen besseren Umgang mit Menschen und mit Ressourcen gleichermaßen. Sie sammelten Spenden, die sie jungen Flüchtlingen zukommen lassen wollen, die sich ohne Begleitung ihrer Eltern auf die Flucht gemacht haben.

Geld haben sie auch über eine Foto-Aktion in sozialen Netzwerken wie Facebook und In­stagram gesammelt, bei der ein E-Book-Reader zu gewinnen war. Gewonnen hat es Chiara Schalk aus Korbach. (md)

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