Herzhausen

Förderverein wird Arbeitgeber

- Vöhl-Herzhausen (den). Nicht nur um die Verschönerung des Schulhofes kümmert sich der Förderverein an der Ederseeschule. Zum Schulbeginn finanzieren die Mitglieder zwei Stellen im EDV- und Betreuungsbereich.

„Jede Schule braucht einen technischen Assistenten“, meint Schulleiter Donges. Doch die finanziellen Zuweisungen reichen dafür beileibe nicht aus. Also sprang der Förderverein in die Bresche, beantragte bei der Arbeitsagentur einen Ein-Euro-Job – und hatte Erfolg. PC- und Netzwerkfachkraft Holger Bohne nimmt im Rahmen eines Modellprojektes die Arbeit auf. Er kümmert sich mit weiteren Lehrern um ein „schulisches Medienbildungskonzept“. Hier geht es darum, welche Medien wie im Unterricht eingesetzt werden können. Des Weiteren kümmert sich der 37-jährige Korbacher um die technische Ausrüstung der Schule und katalogisiert die Bibliothek mit Strichcodes. Bohne ist kein Unbekannter: Bereits seit März ist er an der Schule aktiv. Die Maßnahme der Arbeitsagentur ist auf zehn Monate begrenzt. Danach würde Horst Rikus, Vorsitzender des Fördervereins, gerne eine „normale“ Stelle schaffen; doch die Finanzierung steht noch auf wackeligen Beinen. Bohne zur Seite steht seit Anfang September Susanne Wilke. Der Förderverein beschäftigt die Herzhäuserin „mit allen Konsequenzen“ auf 400-Euro-Basis. Landkreis und Gemeinde Vöhl beteiligen sich an der Finanzierung der Stelle. Susanne Wilke ist den Schülern ebenfalls bekannt: Seit rund fünf Jahren zeichnet sie für die Gemeindebücherei, die in der Ederseeschule untergebracht ist, verantwortlich. Sie übernimmt die Hausaufgabenbetreuung der Fünft- und Sechstklässler und kümmert sich während der unterrichtsfreien Zeit mit Spielen und Aktionen um den Nachwuchs. Aber auch an anderen Stellen wirkt und wirbt der Förderverein intensiv. Projekte mit einem Volumen von etwa 3000 Euro unterstützte er in diesem Jahr bereits; etwa aktuelle Bücher, die Pythagorasüberdachung oder die neue Pausenhalle.Bei der Einschulung warb er bei den neuen Schülern und ihren Eltern um Mitglieder. 196 gibt es derzeit, „wir möchten in diesem Jahr die 200er-Marke aber auf jeden Fall knacken“, gibt sich der Vorsitzende offensiv.

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