Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie lädt zum internationalen Frauentag

Frauen fordern gerechte Bezahlung

Korbach - „Die Zeit ist reif, dass Frauenarbeit gerecht bewertet und bezahlt wird“, ruft Katarina Butala von der Gewerkschaft IG BCE auf: Mehr als 100 Jahre nach dem ersten Frauentag haben die Ziele nichts von ihrer Aktualität verloren.

Statt Nelken gab es diesmal Brunch: Zum internationalen Frauentag am Samstag hat die Ortsgruppe Edersee-Waldeck-Korbach der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) erstmals zur kulinarischen Verbindung zwischen Frühstück und Mittagessen mit einem reichhaltigen Büfett ins Korbacher Altstadtcafé eingeladen. In den vergangenen Jahren hatten die Gewerkschafter Blumen verteilt, um für mehr Gleichberechtigung zu werben. Die Ursprünge des Weltfrauentags liegen mehr als hundert Jahre zurück, doch der Kampf um gleiche Chancen hat nichts von seiner Aktualität verloren. Das jedenfalls betonte Ortsgruppen-Vorsitzender Richard Köhler, der an die Geschichte erinnerte. Der Frauentag wurde in den USA erstmals 1908 begangen, in einigen Ländern Europas drei Jahre später. Steffi Sonntag stellte die 2012 von der IG BCE entwickelte „Charta für Gleichstellung“ vor. Mit ihren Unterschriften konnten die Teilnehmerinnen des Frauentags die Ziele der Willensbekundung unterstützen. Dazu gehören neben einer die Existenz sichernden Arbeit auch lebensphasenorientierte Arbeitszeiten. Die IG BCE setzt sich vor allem für gleiches Entgelt für Frauen und Männer ebenso wie für gleiche berufliche Entwicklungschancen und mehr Frauen in Führungspositionen ein.Die Rahmenbedingungen müssten so verändert werden, dass es Frauen möglich werde, stärker als bisher einer Arbeit nachzugehen, von der sie auch leben könnten, sagte Katarina Butala vom Ortsgruppen-Vorstand. Die IG BCE fordere deshalb ein Gleichstellungsgesetz auch für die Privatwirtschaft.

Kommentare