Diemelseer Gemeindevertreter beraten populäre Themen

Weg frei für neue Windräder und modernes Gerätehaus

- Diemelsee (nv). Windkraft, Feuerwehr, Finanzlage: Gleich mehrere populäre Themen standen am Freitagabend auf der Tagesordnung der Diemelseer Gemeindevertretung. So viele Zuhörer wie lange nicht mehr, verfolgten im Dorfgemeinschaftshaus Adorf die Diskussionen der Parlamentarier.

Mehr als 60 Windräder drehen sich bereits in der Gemeinde Diemelsee. Bislang haben vor allem auswärtige Investoren von ihnen profitiert. Das soll sich nun ändern: Einerseits plant die Kommune zwei Windkraftanlagen auf einem gemeindeeigenen Grundstück zwischen Adorf und Vasbeck, andererseit will die EWF-Schwester VEW einen Windpark mit Bürgerbeteiligung bei Rhenegge errichten. Obwohl vor allem das VEW-Vorhaben auf einer Fläche im Naturpark Diemelsee nicht unumstritten ist, bringen die Abgeordneten beide Projekte mehrheitlich auf den Weg. Mit dem Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Flächennutzungsplans leiten sie die Bauleitplanung ein. Ob die Windräder tatsächlich gebaut werden, entscheidet sich zu einem späteren Zeitpunkt.

Einstimmig beschließen die Gemeindevertreter, dass die Gemeinde das neue Gerätehaus für die Adorfer Feuerwehr an der Rhenegger Straße in Eigenregie baut.Mit dem Bau soll im Frühjahr begonnen werden.

Problemlos verläuft auch die Abstimmung über den ausgeglichenen Haushaltsplan 2012 und das Investitionsprogramm bis 2015: Die Vertreter aller Fraktionen weisen allerdings darauf hin, dass der Haushaltsausgleich vor allem auf die hohen Schlüsselzuweisungen des Landes zurückzuführen ist. Mit rund 1,87 Millionen Euro erhalten die Diemelseer fast doppelt so viel Geld wie 2011. Die Abgeordneten sind sich einig, dass Sparsamkeit und Schuldenabbau die Themen der Zukunft sind.

Ein weiteres populäres, bereits in zahlreichen Sitzungen diskutiertes Thema nehmen die Parlamentarier auf Antrag des Gemeindevorstandes am Freitag von der Tagesordnung: Die Modernisierung des "Haus des Gastes" in Heringhausen.

Mehr lesen Sie in der WLZ-Zeitungsausgabe vom 6. Februar 2012.

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