Freilichtbühne: Allein für „Alices Reise in das Wunderland“ hat Sissi Langer 45 neue Kostüme entworfen

Wo alle Fäden zusammenlaufen

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Das Wunderland steckt voller skurriler Figuren: Sissi Langer ist für die Kostüme und die Requisite verantwortlich. 

Korbach. Das dicke Ei Humpty Dumpty, die Herzkönigin, die Grinsekatze – das Wunderland steckt voller skurriler, märchenhafter Figuren. Fantasievolle, aufwendige Kostüme machen es den Zuschauern der Korbacher Freilichtbühne leicht, für knapp zwei Stunden mit Alice in die Fantasiewelt abzutauchen.

„Das Ei hat mir großes Kopfzerbrechen bereitet“, sagt Sissi Langer. Die kleine quirlige Frau mit den kurzen blonden Haaren steht im Bühnenhaus in der Violinenstraße zwischen mit buntem Stoff vollgestopften Regalen und Kleiderständern – und macht nicht den Eindruck, als ob ihr wirklich etwas ernsthaft Kopfzerbrechen bereiten könnte. Wenn sie eines in den fünf Jahren, in denen sie bei der Freilichtbühne ist, gelernt hat: Mit Bauschaum und Styrodur – ein Material, das sonst zur Außendämmung von Kellern eingesetzt wird – lässt sich fast jedes Problem lösen.

„Diesmal sind aber echt viele komplizierte Kostüme dabei“, sagt Langer: Die Schacharmee mit Kopfbedeckungen, die an die Spielfiguren erinnern, die Kartenarmee mit Spielkarten als Schilde, der weiße Hase und der Faselhase ... Für „Alice im Wunderland“ haben die Näherinnen der Bühne den Spielern 45 Kostüme auf den Leib geschneidert. „Nur ein Teil stammt aus dem Fundus“, sagt Sissi Langer. Zum Vergleich: Bei „Pension Schöller“, dem Abendstück in dieser Saison, mussten die Frauen nur acht Kostüme nähen, der Rest wurde aus dem Dunkel des Spukhauses wieder ins Rampenlicht geholt.

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