Mehr als 13 000 Zuschauer sehen „Kohlhiesels Töchter“ und „Michel aus Lönneberga“

Freilichtbühne meldet Besucherrekord

Korbach - Die Korbacher Freilichtbühne hat zum Abschluss der Saison eine neue Rekordmarke gesetzt. Über 13 000 Zuschauer strömten seit 11. Juli zu den Vorstellungen des Amateurtheaters in der Hansestadt – und damit fast doppelt so viele wie im vergangenen Jahr.

Schon seit 1936 gibt es Freilichttheater im Schießhagen, seit 1982 besteht die Freilichtbühne als Verein. Doch nie zuvor ernteten die Spielzeiten in Korbach eine solche Resonanz, bilanzierte Vereinschef Volker Thielemann am Samstag voller Stolz. „Danke“ hatte die Mimenschar auf eine Tafel geschrieben, die Thielemann zum Auftakt der beiden Stücke in den Händen hielt: „Michel aus Lönneberga“ am Nachmittag und „Kohlhiesels Töchter“ am Abend. Zum Finale gab’s denn auch wahre Ovationen: Stehend spendeten die Zuschauer in den vollbesetzten Rängen den verdienten Applaus, denn Korbachs Schauspieler liefen erneut zur Hochform auf. Am Ende lagen sie sich dankbar in den Armen, schüttelten unzählige Hände und quittierten den Besucherrekord mit breitem Grinsen. Dies stand am Samstagabend auch einem ganz speziellen Gast ins Gesicht geschrieben: Jörg Doppelreiter, Autor der Bühnenfassung von „Kohlhiesels Töchter“, hatte sich das Finale im Schießhagen nicht entgehen lassen. Der gebürtige Österreicher lebt seit 36 Jahren in Kassel.Die Gründe für den großartigen Erfolg der Freilichtbühne in der abgelaufenen Saison sind vielschichtig. Sicher spielte auch das traumhafte Sommerwetter in den vergangenen Wochen eine besondere Rolle. Ganz bestimmt aber setzte das Korbacher Amateurtheater in der Rekordsaison 2015 auf zugkräftige Stücke, sehr gute Inszenierung, prächtiges Bühnenbild – und leidenschaftliches Spiel. Ob „Michel“ oder „Kohlhiesels Töchter“, die Akteure verdienten sich Bestnoten. Dabei spielte sich Jana Richter ganz besonders in die Herzen, denn als Susi Kohlhiesel war sie einfach hinreißend.

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