Dorferneuerung in Goddelsheim geht in die nächste Runde

Friedhof und Museum im Blick

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Die ehemalige Streuobstwiese links hinter der Kirche in Goddelsheim soll gestaltet und damit aufgewertet werden. Rund um Friedhof, Kirche und Dorfmuseum sollen die verbindenden Freiflächen ein attraktives Aussehen erhalten. Fotos: Marianne Dämmer

Lichtenfels-Goddelsheim - Halbzeit bei der Dorferneuerung in Goddelsheim: Zwölf kommunale und 28 private Projekte wurden in den vergangenen vier Jahren angeschoben oder umgesetzt. Für 2015 sind Arbeiten rund um den Friedhof geplant.

Insgesamt flossen seit 2010 rund um das Dorferneuerungsprogramm in Goddelsheim 600000 Euro in kommunale Projekte und 1,15 Millionen Euro in private Initiativen. Diese Zahlen wurden beim Bilanzierungstermin genannt, der Dienstagabend in Goddelsheim mit der Arbeitsgruppe „Dorferneuerung“ unter Leitung von Helmut Wolf stattfand. „Das ist für die erste Halbzeit ein gutes Ergebnis“, sagt Bürgermeister Uwe Steuber auf Nachfrage der WLZ-FZ.

Die Verschönerung der Außenanlage rund um die Mehrzweckhalle, eine Fußgängerbrücke über den Heimbach, ein Buswartehäuschen für die Schüler und eine kleine Grünfläche in der Sachsenberger Landstraße – alles öffentliche Projekte, die in den vergangenen vier Jahren im Rahmen der Dorferneuerung das Ortsbild von Goddelsheim verändert haben. 415000 Euro an Zuschüssen hat die Stadt für ihre Investitionen erhalten; an die privaten Investoren gingen rund 300000 Euro, erklärt Uwe Steuber.

Freiflächen verschönern

Zur Mitte des Förderprogramms würden sich die privaten Investoren für gewöhnlich etwas zurückhalten, das zeige sich auch in Goddelsheim. „Wir erwarten aber, dass das Interesse zum Ende der Förderperiode wieder deutlich anzieht“, blickt Steuber auf die kommenden vier Jahre. Unterdessen soll das nächste kommunale Projekt im Frühjahr 2015 begonnen werden: Rund um Friedhof, Kirche und Dorfmuseum sollen die verbindenden Freiflächen – eine ehemalige Streuobstwiese – ein neues Aussehen erhalten. Geplant ist unter anderem der Bau von Zugängen zum Museum und zum Friedhofsgelände, der Einbau einfacher Sitzgelegenheiten, die Nachpflanzung einiger Obstbäume.

Insgesamt soll die Fläche durch die Gestaltung nutzergerecht werden, ob als Erweiterung der Ruhezonen für den Friedhof oder als Freifläche für die kulturellen Initiativen des Kulturvereins rund ums Dorfmuseum. Zudem ist geplant, zusätzliche Bäume und Büsche zur Einfassung der Friedhofsanlage zu pflanzen und nahe der Kirche eine neue „Brunneninstallation mit Wasserspeisung“ zu errichten.

Dorfmuseum mit Priorität

„Priorität hat für uns auch die Sicherung des Dorfmuseums“, erklärt Bürgermeister Steuber. Denn das Gebäude, in dem das Dorfmuseum eingerichtet ist, wird derzeit von der Stadt Lichtenfels gemietet und kann nur zu zwei Dritteln genutzt werden, weil der hintere Teil des Hauses noch bewohnt wird. „Die Stadt möchte das Gebäude erwerben, damit das Dorfmuseum auf Dauer erhalten und genutzt werden kann, und wir sind in Verhandlungen getreten“, sagt Steuber.

Dabei war einst originäres Ziel, das Museum später auch als Dorftreff zu gestalten. „Wie das Dorfmuseum in Zukunft noch besser genutzt werden kann, darüber stehen Arbeitskreis, Kulturverein und Ortsbeirat weiterhin in engagiertem Austausch“, lobt Steuber. Für die 2015 anstehenden Vorhaben sind laut Bürgermeister förderfähige Kosten in Höhe von rund 192000 Euro veranschlagt.

Von Marianne Dämmer

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