Korbach

Friedrich öffnet Überaschungstürchen

- Korbach (jk). Gewerbesteuer und Einkommensteuer werden 2011 in Korbach besser fließen, als zunächst erwartet. Trotzdem bleibt vorerst ein dickes „Loch“ im Haushalt.

Passend zum 1. Dezember machte Bürgermeister Klaus Friedrich ein Überraschungstürchen auf: Die Kreisstadt wird nach aktuellen Schätzungen für 2011 um rund eine Million Euro besser dastehen als zunächst befürchtet. Die gute Konjunktur macht sich auch im Stadtsäckel bemerkbar. Dies bilanzierte der Rathauschef im Haupt- und Finanzausschuss des Parlaments.

Mehr Geld erwartet die Stadt insbesondere durch Gewerbesteuer (plus 500 000 Euro), höheren Anteil an der Einkommensteuer (plus 200 000 Euro) und Zuweisungen des Landes (plus 790 000 Euro). Im gleichen Zuge muss die Stadt aber 630 000 Euro mehr Schulumlage an den Kreis zahlen, ebenso 80 000 Euro mehr Gewerbesteuerumlage an den Staat. Trotz der optimistischeren Prognose ist für Euphorie deshalb kein Platz: Mehr Steuern dämpfen nur das erwartete Defizit von 7,6 auf rund 6,6 Millionen Euro. „Und das sind immer noch 6,6 Millionen zu viel“, resümierte Friedrich. Erst 2013/2014 hofft die Stadt wieder auf einen ausgeglichenen Etat.

Die politischen Beratungen im Finanzausschuss liefen deshalb sehr zurückhaltend im Vergleich zu vergangenen Jahren. Trotz der bevorstehenden Wahl im März 2011 versuchte keine Partei, sich etwa durch Weihnachts- oder Wahlgeschenke zu empfehlen. Bei den Änderungsanträgen der Fraktionen standen Sparen und sogenannte „Sperrvermerke“ im Vordergrund – um geplante Ausgaben noch mal eingehend im Parlament zu beraten, bevor das Geld auch wirklich fließt.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Freitag, 3. Dezember.

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