Giebringhausen

Friedrich Wilke erarbeitet Ortssippenbuch Giebringhausen

- Diemelsee-Giebringhausen (nv). Die Daten von 811 Familien hat Friedrich Wilke in den vergangenen neun Jahren erfasst. 2010 soll das Giebringhäuser Ortssippenbuch gedruckt werden. Ohne die Digitalisierung der Dorfgeschichte wäre es vielleicht nie so weit gekommen.

„1999, ein Jahr vor meinem Ruhestand, habe ich mich das erste Mal mit dem Gedanken befasst, als Rentner ein Ortssippenbuch für Giebringhausen zu erstellen“, erinnert sich Friedrich Wilke. In einigen Diemelseer Ortsteilen seien die Chroniken des Waldeckischen Geschichtsvereins bereits erschienen gewesen, in anderen in Arbeit. „Fast zur gleichen Zeit sprach mich unser damaliger Ortsvorsteher Rudi Schonter an.“ Zwei Männer, eine Idee: der Plan ist gemacht. „Für mich war das absolutes Neuland“, berichtet Wilke. Folglich holt er sich bei allen Diemelseern, die bereits an Ortssippenbüchern mitgearbeitet hatten, sowie beim Gemeindearchivar Fritz Pohlmann Anregungen. Zu Gute kommt Wilke zudem, dass er nicht von Null starten muss: Der Flechtdorfer Karl Schultze hatte bereits begonnen, Giebringhäuser Familienblätter anzulegen. Als weitere Quellen nutzt Wilke die Aufzeichnungen des Diemelseer Heimatforschers Alfred Emde, die größtenteils aus den Adorfer Kirchenbüchern stammen. Um fehlende Angaben zu ergänzen, recherchiert er selbst in den Adorfer (ab 1648) und Heringhäuser Kirchenbüchern sowie in Dokumenten des Rentamts Korbach. „Die ersten zwei Jahre bin ich zügig voran gekommen“, erläutert der 69-Jährige. Dann aber hätten gesundheitliche Probleme, Umbauarbeiten am Haus und Schäden im eigenen Wald durch Orkan Kyrill zu zahlrichen Unterbrechungen geführt. „Ich sah zu dieser Zeit kein Vorankommen mehr und wollte das Ganz drangeben“, blickt Wilke zurück. Mehr lesen Sie in der WLZ-Zeitungsausgabe vom 18. Juli 2009.

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