Hessenklinik stellt auf fair gehandelten Kaffee und Kakao in der Cafeteria und auf den Stationen um

Frischer Kaffeeduft erfüllt das Krankenhaus

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Fairer Kaffee im Korbacher Krankenhaus: Es freuen sich (v. l.) Jörg Möller, Lothar Rudolph, Klaus Friedrich, Wolfgang Kluß, Thorsten Peper, Ingo Kotschwar für die Lieferfirma und Ralf Jordan, in der Klinik zuständig für den Einkauf.

Korbach - Der „faire Gedanke“ verfestigt sich Schritt für Schritt, auch im Alltag. Nach der Auszeichnung Korbachs zur Fair Trade Stadt gibt es nun auch in der Hessenklinik fair gehandelten Kaffee und Kakao.

„Die Qualität und der Gedanke dahinter stimmen“, stellt Bürgermeister Klaus Friedrich zufrieden fest. Es sei wichtig, mit Sinn für Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit zu handeln, aber vor allem auch Qualität zu sichern und für die Zufriedenheit von Patienten und Besuchern zu sorgen.

„Dass etwas fair gehandelt ist, bedeutet nicht automatisch, dass es auch gut schmeckt“, weiß Jörg Möller zu berichten. Er ist Vertriebsleiter der Firma, die die schmackhafte Marke herstellt und mit der nun das Korbacher Krankenhaus beliefert wird. Da stimmt ihm Lothar Rudolph, Küchenchef im Krankenhaus, prompt zu. „Im Voraus haben wir Kaffeesorten und Maschinen getestet - da waren auch ein paar Reinfälle“, berichtet er. Mit dem Ergebnis sind jetzt aber alle Beteiligten zufrieden. „Wer das Krankenhaus betritt, hat nun nicht mehr den typischen Geruch von Lösungsmitteln in der Nase, sondern frischen Kaffeeduft“, bemerkt Geschäftsführer Wolfgang Kluß.

Die Menschen mitnehmen

Erst seit dem Jahr 1967 gibt es richtigen Kaffee im Korbacher Krankenhaus - und nun, 47 Jahre später, schwenkt die Hessenklink auf fair gehandelte Produkte um. Zurzeit sind zwei Prozent des Kaffees auf dem Markt fair gehandelt, Tendenz steigend.

Auf den Stationen wird der Kaffee jeden Morgen frisch zubereitet, pro Jahr werden dort sieben Zentner verbraucht. In der Cafeteria werden sechs weitere Zentner Kaffee benötigt. Aber es gibt nicht nur fair gehandelten Kaffee, sondern auch Kakao. „Wir freuen uns, dass der Grundsatz der Fair Trade Stadt immer weitere Kreise zieht“, sagt Thorsten Peper, Zuständiger im Bereich Stadtentwicklung. Es sei wichtig, dass die Menschen die Möglichkeit hätten, eine bewusste Entscheidung für oder gegen das jeweilige Produkt zu fällen. Dabei dürfe aber niemandem eine Haltung aufgezwungen werden.

„Wir wollen eine möglichst große Zufriedenheit unter den Menschen“, erklärt Klaus Friedrich. Deshalb laufe die Umstellung Schritt für Schritt. Im Krankenhaus soll das Sorti-ment auch noch auf fair gehandelten Tee ausgeweitet werden. Als Nächstes werde dann das städtische Altenpflegezentrum in den Blick genommen.

„Umstellungen brauchen Zeit. Wir wollen alle Betroffenen mitnehmen“. erklärt der Bürgermeister. Ein weiterer Schritt zu bewussterem Umgang mit Lebensmitteln im Alltag sei jetzt getan - weitere sollen noch folgen.

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