Vöhl

Frischzellenkur für Kirchen in Obernburg und Thalitter

- Vöhl-Obernburg (resa). Sie gehören zu den teuersten und aufwendigsten aktuellen Projekten vieler Kirchengemeinden: die Sanierungen der Gotteshäuser. Auch in den Vöhler Kirchspielen stehen sie auf der Tagesordnung. Die Kirchengemeinde Obernburg-Itter bringt zwei Projekte ein.

Wenn die Pfarrerin plötzlich Antragsformulare wälzt und der Kirchenvorstand Baupläne unter die Lupe nimmt, dann bekommt kirchliche Arbeit einen ganz neuen Klang. Doch seit die Landeskirche spezielle Fonds eingerichtet hat, um Kirchensanierungen zu unterstützen und in den alten Gotteshäusern immer größerer Handlungsbedarf offenbar wird, werden viele Gemeinden aktiv. Gleich drei große Projekte musste der Kirchenvorstand Obernburg-Itter jüngst in Angriff nehmen. Nach der Kirche in Dorfitter, die im vergangenen Jahr für rund 280 000 Euro saniert worden waren, steht jetzt die Kirche in Obernburg auf der Tagesordnung. „Wir stehen noch ganz am Anfang“, erklärt Pfarrerin Ursula Breul. Ein Gerüst rund um das Kirchenschiff deutet bereits auf den ersten Arbeitsschritt hin. So prüfen die Statiker in diesen Tagen die Dachkonstruktion. „Manche Balken sind einfach nicht mehr da“, erklärt Breul. Seit Jahren ist sich die Gemeinde der Sanierungsbedürftigkeit ihrer Kirche bewusst, Bauanträge wurden gestellt. „Aber es war einfach kein Geld da“, sagt Breul. 170 000 Euro seien nötig, um die Kirche in fünf Bauabschnitten komplett zu sanieren.

Auch die Kirche in Thalitter muss saniert werden: Im vergangenen Sommer regnete es in die größte Kirche der Gemeinde rein, der Glockenturm war nicht mehr sicher. Aus dem Topf für Notmaßnahmen hatte der Kirchenkreis 15 000 Euro zur Verfügung gestellt, die Kirchengemeinde hatte 1500 Euro aufgebracht. Aufwändig war das Dach ausgebessert worden, die besondere Hanglage der Kirche erschwerte die Bauarbeiten. „Nun ist für uns die große Frage: Wie bekommen wir das Geld für die Sanierung zusammen?“ erklärt Ursula Breul. 343 000 Euro wären nötig, um die Notfenster gegen neue Fenster auszutauschen, den Turm zu sanieren, die Heizung zu erneuern und Kirchendach und Kirchenmauern für die Zukunft zu rüsten.

Mehr dazu lesen Sie in der Waldeckischen Landeszeitung von Samstag, 13. November.

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