WLZ-FZ-Expertentelefon mit Ärzten des Korbacher Stadtkrankenhauses

Früherkennung rettet Leben

+
Darmspiegelungen können Krebs verhindern: Ob bei niedergelassenen Ärzten oder wie hier bei Dr. Arved-Winfried Schneider im Stadtkrankenhaus sind die Untersuchungen möglich.

Korbach - Rund 26000 Menschen sterben jährlich in Deutschland an Darmkrebs. Dabei könnten durch Früherkennung fast alle Fälle geheilt oder verhindert werden. Der „Darmkrebs-Monat März“ rückt die Krankheit bereits zum 14. Mal in den Mittelpunkt.

Ziel der bundesweiten Kampagne ist es, die Bevölkerung über die Präventions-Möglichkeiten der Erkrankung zu informieren und zu Vorsorge-Untersuchungen zu animieren.

Darmkrebs macht lange Zeit keine Beschwerden. Man kann sich gesund fühlen und dennoch Darmkrebs haben. Vorsorge heißt, sich ohne Symptome einer Untersuchung zu unterziehen. Denn sind erst Symptome vorhanden, ist es oft für eine Heilung zu spät.

Im frühen Stadium erkannt, ist Darmkrebs in den meisten Fällen heilbar

Das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg hat errechnet, dass durch die Vorsorgekoloskopie von 2002 bis 2010 98734 Menschen im Alter von 55 bis 84 Jahren die Erkrankung an Darmkrebs erspart geblieben ist. Bei 47168 Menschen wurde ein vorhandener Krebs in einem so frühen Stadium entdeckt, dass er in den meisten Fällen geheilt werden konnte. Das beutetet bis heute: Mehr als 150000 Leben wurden durch die Vorsorgedarmspiegelung in Deutschland gerettet.

Am WLZ-FZ-Expertentelefon ist Darmkrebs am Mittwoch, 4. März, das Thema. Der direkte Draht zu den Medizinern des Korbacher Stadtkrankenhauses ist von 15 bis 16 Uhr für Sie geschaltet. Dr. Arved-Winfried Schneider, Chefarzt der Medizinischen Klinik, und Dr. Jochen Klotz, Chefarzt Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, beantworten eine Stunde lang im Rahmen des „Darmkrebs-Monats“ die Fragen der Leser zu den Themen Vorsorge, Früherkennung und Diagnostik sowie operative Therapieverfahren. Im Mittelpunkt steht insbesondere die Darmspiegelung.

Bei einem Aktionstag am Dienstag, 10. März, informiert das Korbacher Stadtkrankenhaus von 10 bis 15 Uhr im Neubau, 3. Obergeschoss, ebenfalls über Prävention, Diagnostik und Therapie des Darmkrebses. Ein begehbares Darmmodell gibt den Besuchern einen plastischen Eindruck der Entstehung von Darmkrebs. Geplant sind außerdem stündliche Führungen durch die Endoskopie der Klinik. Bei einer Präsentation werden die in der Klinik angewendeten minimal-invasiven Operationsverfahren vorgestellt. Mitarbeiter des Krankenhauses informieren und beraten darüber hinaus die Besucher.

Um 18 Uhr schließt ein Vortragsabend an. Referenten sind Dr. Winfried Schneider und Oberarzt Kai Tammoscheit von der Medizinischen Klinik sowie Dr. Jochen Klotz und Oberarzt Paul de Roi (Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie).

Das WLZ-FZ-Expertentelefon ist am 4. März geschaltet. Die Mediziner sind unter Tel. 05631/560-271 und -272 für unsere Leser erreichbar. (lb)

Kommentare