Kreisstraße zwischen Lengefeld und Lelbach: Neues Gespräch mit „Hessen Mobil“

Ein Fünkchen Hoffnung ist da

Die K 58 ist seit sieben Jahren komplett gesperrt.Foto: Kleine

Korbach - Um die Kreisstraße 58 zwischen Lengefeld und Lelbach herrscht weiter Tauziehen. Streitpunkt ist ein geplanter Radweg.

Seit sieben Jahren ist die löchrige Piste zwischen Lengefeld und Lelbach komplett gesperrt. Nicht mal mit dem Moped können sich die Bewohner geradewegs über die Kreisstraße besuchen – ohne einen Strafzettel zu riskieren. Jahrelang tobte der Streit um Straßenbreite, Leitplanke oder Radweg.

Ende 2011 schien der Kompromiss geritzt: 5,50 Meter breites Asphaltband – wie es die Straßenbaubehörde „Hessen Mobil“ fordert. Dafür aber keine Leitplanke, sondern ein Radweg – wie es Lengefelder Anwohner wollen. Mit rund zwei Millionen Euro haben sich die Kosten über die Jahre mehr als verdoppelt.

Die Straße ist Sache des Landkreises, den Radweg mit knapp 500?000 Euro soll die Stadt Korbach als gute Geste bauen. Dafür hatte das frühere Straßenbauamt (Bad Arolsen) als Landesbehörde zunächst Fördermittel von über 50 Prozent aus Wiesbaden in Aussicht gestellt.

Im März 2012 folgte die Ernüchterung: Die neu getaufte Behörde „Hessen Mobil“ hatte offenbar auch ganz neue Ansichten – und lehnte Zuschüsse zum Radweg ab. Ein folgender Schriftwechsel der Stadt Korbach mit dem hessischen Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) brachte bislang kein neues Ergebnis. So kam die K 58 diese Woche auch im Kreistag abermals auf den Tisch: Was sagt die Kreisspitze zur Haltung in Wiesbaden, und bis wann muss spätestens der Ausbau begonnen werden? Das wollte Dr. Christoph Weltecke (SPD) vom Kreisausschuss wissen. Aus Sicht des Kreises stehe einem Baubeginn nichts im Wege, erklärte Erster Kreisbeigeordneter Jens Deutschendorf (Grüne): Aber „die Förderabsage des Landes bringt den breit angelegten Kompromiss in Gefahr.“ In den Startlöchern bleibt ebenso die Kreisstadt: „Ziel ist nach wie vor, den Radweg zur Verkehrssicherheit herzustellen“, betont Bürgermeister Klaus Friedrich auf WLZ-Anfrage. Zumal der Radweg überregionale Bedeutung habe (R5) und Minister Posch zumindest Gesprächsbereitschaft bei „Hessen Mobil“ signalisierte. Nach Informationen der WLZ steht in Kürze eine neue Runde zwischen Landkreis, Stadt und Straßenbaubehörde an. Vielleicht bewegt sich „Hessen Mobil“ für den Radweg ja noch.

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