Bus soll touristische Hochburg von Lichtenfels in den Ferien nicht mehr anfahren

„Fürstenberg nicht abschneiden“

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Ab Herbst soll Fürstenberg in den Ferien und an Feiertagen mittags nicht mehr mit dem Bus angefahren werden. Anruf-Sammel-Taxis sollen dann vermehrt zum Einsatz kommen. Foto: Marianne Dämmer

Lichtenfels - Fürstenberg - Wird die Bahnlinie Korbach - Frankenberg ab Herbst bedient, ändern sich die Fahrpläne. Fürstenberg - touristische Hochburg von Lichtenfels - soll nach derzeitigem Stand mittags nur noch während der Schulzeit angefahren werden.

Die anstehende Reaktivierung der Bahnstrecke von Korbach nach Frankenberg hat auch Auswirkungen auf den Busverkehr der Stadt Lichtenfels mit ihren acht Stadtteilen. Ab Herbst soll die Buslinie 502.2 (aktuell 519.1) Korbach - Fürstenberg - Frankenberg dann nach aktuellem Plan Fürstenberg mittags nur noch an den Schultagen bedienen. An den Wochenenden und in den Schulferien sollte der Verkehr durch Anruf-Sammel-Taxis (AST) ersetzt werden.

„Als Folge wird der bereits ausufernde Kostenanteil der Stadt Lichtenfels am AST-Verkehr weiter steigen. Die geplante Maßnahme wäre zudem dem Tourismus in Fürstenberg nicht förderlich“, heißt es in einem Antrag, den die CDU-Fraktion am Donnerstagabend dem Lichtenfelser Stadtparlament vorlegte - mit dem Auftrag an den Magistrat, „mit Nachdruck“ dafür zu sorgen, dass die Einschränkung im Herbst nicht umgesetzt wird. „Auch die 50 Asylbewerber wären dann abgehängt. Fürstenberg darf nicht abgeschnitten werden“, führte CDU-Fraktionsvorsitzender Eckhard Schnatz am Donnerstagabend in Goddelsheim weiter aus.

Zuständig für die Organisation der Buslinien im Landkreis ist die Sparte Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) der Energie Waldeck-Frankenberg (EWF). Sie wurde vom Landkreis mit Blick auf die Reaktivierung der Bahnstrecke Korbach - Frankenberg damit beauftragt, die Buslinien neu zu organisieren. Bürgermeister Uwe Steuber erklärte noch am Abend, ihm sei von der EWF zugesichert worden, dass die Auslastung des Ferienangebots auf der Linie 519.1 in den Osterferien noch einmal überprüft werde - Fahrgäste werden gezählt, um den Bedarf festzustellen.

Das bestätigte Heike Bayerköhler, Sprecherin der EWF, gestern auf Nachfrage der WLZ-FZ. „Wir werden uns in den Osterferien ein Bild von der aktuellen Situation anhand von Zahlen machen und dann für jeden Bedarf die bestmögliche Lösung finden“, betonte sie.

Von Marianne Dämmer

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