Christoph Keindl gewinnt Upländer Titelkämpfe am Ettelsberg

Fußball-Kapitän holt Skimeisterschaft

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Willingen - Tore, die im Nebel verschwinden; ein Kurs, der Technik und Geschwindigkeit fordert: Für Christoph Keindl waren die Bedingungen bei den Uplandmeisterschaften am Donnerstagabend kein Problem. Er triumphierte auf der Piste der Ettelsberg-Seilbahn ebenso wie Kathrin Wieke und das Team der Skischule Willingen.

74 Starter in neun Klassen treten an diesem Abend unter Flutlicht an, um sich einen der begehrten Pokale zu sichern. Nach drei Riesenslaloms haben die DSV-Skischulen Willingen und Usseln - sie organisieren die Titelkämpfe im vierten Jahr - erstmals einen Super Gausgeschrieben. Der Super G (Super Giant Slalom) gilt im alpinen Skizirkus ebenso wie die Abfahrt als Speed-Disziplin. Der Sieger wird in nur einem Lauf ermittelt. Die Strecke ist kürzer, aber technisch anspruchsvoller als bei Abfahrtsrennen.

Enger gesetzt sind die Tore am Ettelsberg allemal: Der Kurs, den Rennleiter Hans-Georg Schran und Maik Saure gesteckt haben, verlangt Mensch und Material einiges ab. Im oberen, Nebel verhangenen Teil der 1030 Meter langen Rennstrecke mit einem Höhenunterschied von 193 Metern gleicht der Kurs einem Riesenslalom, im unteren einer Abfahrt.

Max-Till Saure triumphiert

Den Wechsel zwischen kurzen Schwüngen und langen Gleitpassagen meistert der Willinger Christoph Keindl am Besten: Mit einer Zeit von 1:32,076 Minuten stellt er die Tagesbestzeit auf. Der Kapitän der ersten Willinger Fußball-Mannschaft holt sich damit nicht nur den Sieg in der allgemeinen Herrenklasse, sondern auch die Meisterschaft.

In der Meisterschaftswertung, die sich über vier Herrenklassen erstreckt, sichert sich Friedrich „Ascho“ Wilke (Herren 41, 1:32,528) den zweiten Rang. Dritter wird Max Bechen (Herren, 1:33,033).

Uplandmeisterin der Damen wird wie 2012 Kathrin Wieke (Damen 31, 1:35, 473). Auf den Stockerl-Plätzen folgen Isabel Arens (Damen, 1:40,400) und Kristin Ladda (Damen, 1:40,535).

Den Pokal in der Jugendklasse der unter 18-Jährigen gewinnt der Usselner Max-Till Saure (1:39,569) vor Luca Walter (1:40,698) und Jonas Schilling (1:52,694). Beste Snowboarder sind Kai Alexy (1:44,645), Marlik Sow (1:57,635) und Colin Grunow (1:59:800).

Hattrick verfehlt

Die bestplatzierten Rennläufer der einzelnen Damen- und Herren-Altersklassen sind:

Damen: Isabel Arens (1:40,044), Kristin Ladda (1:40,535), Xandra Pelgrim (1:40, 887).

Damen 31: Kathrin Wieke (1:35,473).

Damen 41: Steffi Walter (1:47,094), Claudia von der Heide (1:48,555).

Herren: Christoph Keindl (1:32,076), Max Bechen (1:33,033), Kevin Kruk (1:34,119).

Herren 31: Der zweifache Uplandmeister Christian Röhling siegt zwar in seiner Klasse mit 1:35,426 Minuten, kann den Hattrick allerdings nicht landen. Zweiter wird Jörg Gerstengarbe (1:37,457), Dritter Karsten Gutjahr (1:38,251).

Herren 41: Friedrich „Ascho“ Wilke (1:32,528), Björn Kaiser (1:33,738), Dirk Bärenfänger (1:34,508).

Herren 51: Hans-Georg Schran (1:38,231), Ludwig Bender (1:39,864), Jürgen Vollbracht (1:40,185).

2014 ruft der Köhlerhagen

Den Uplandmeister ermitteln die alpinen Skifahrer darüber hinaus in der Mannschaftswertung: Pro Team können am Donnerstag fünf Läufer an den Start gehen, die besten drei kommen in die Wertung. Mit dem Vize-Uplandmeister Friedrich Wilke und dem Drittplatzierten in der Meisterschaftswertung Max Bechen in ihren Reihen ist die Mannschaft der Skischule Willingen, zu der als dritter Läufer Karsten Gutjahr zählt, mit einer Gesamtzeit von 4:43,812 Minuten nicht zu schlagen.

Die Snow & Bike Factory (Kevin Kruk, David Börger, Jörg Stremme, Max Schwardtmann, Hans Rößler) sichert sich in 4:45,087 Minuten Rang zwei. Die Titelverteidiger vom Team WiWa-Technik (Christoph Keindl, Yannick Wilke, Didi Siepen, Andre Marré, Karl Wagener) landen auf dem dritten Platz (4:45,284). In der Damenwertung ist nur das Team WiWa-Skilehrerinnen (Sophia Regenbogen, Jana Wittenkemper, Kozmenko Yevgenya am Start (5:41,078).

Die Upländer Skigaudi klingt mit Siegerehrung und Après-Skiparty in der „Seilbar“ aus. 2014 ringen die Skifahrer am Köhlerhagen um Meisterehren.

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