Korbach

Gebetszettel für die Klagemauer

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- Korbach (lb). Schüler der Berliner Schule haben Briefe an Gott geschrieben und sie nach Jerusalem geschickt. Dort stecken sie jetzt in einer Ritze der Klagemauer.

Zuzanna bittet für 
ihre Familie, Nils für einen 
Bekannten seiner Eltern, der 
gestorben ist, die meisten aber für die Menschen in Japan, die unter den Folgen des Erdbebens leiden: Auf kleinen Zetteln haben die Kinder aus der Klasse 1b der Berliner Schule in Korbach ihre Wünsche und Fürbitten niedergeschrieben. Lehrerin 
Olga Isaak-Seifert klebte sie auf einen großen Bogen und packte sie in einen Umschlag, der nach zehn Tagen an der Klagemauer in Jerusalem ankam.

Die Idee dazu hatten die Erstklässler selbst. „Wir haben 
Anfang des Jahres das Thema Beten im Unterricht behandelt und sind dabei auch auf die Klagemauer gekommen“, sagt Isaak Seifert. Die Mauer am Fuß des Tempelbergs ist das bedeutendste Heiligtum der Juden. Millionen Besucher aller Glaubensrichtungen kommen jedes Jahr dorthin, um mit Gott Zwiesprache zu halten und ihre Zettel mit Wünschen und Gebeten den Steinen anzuvertrauen. 
Genau das sollte auch mit ihren Gebeten geschehen, wünschten sich die Kinder.

Louisa und 
Katharina Poetzsch erzählten ihren Eltern von dem Plan ihrer Klasse – und waren damit genau an der richtigen Stelle: Denn der Propst der evangelisch-lutherischen Kirche in Jerusalem, Uwe Gräbe, ist der Cousin von Mutter Heike Poetzsch. „Ich bekam also die Aufgabe, per Mail mit Uwe Kontakt aufzunehmen“, sagt Vater Klaus.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Samstag, 14. Mai.

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