Diemelsee

Gedenkstelle zwischen Adorf und Rhenegge beschädigt

- Diemelsee (nv). Wenn ein Verkehrsunfall einen Menschen aus dem Leben reißt, herrscht große Trauer. Wer tritt das Andenken an Unfallopfer mit Füßen, fragen sich Angehörige derzeit mit Blick auf ein beschädigtes Gedenkkreuz zwischen Adorf und Rhenegge.

„Trauer hat die Großgemeinde im Griff“, lautete die Überschrift eines WLZ-Artikels am 18. November 2002 – drei Tage nach dem Autounfall zwischen Adorf und Rhenegge, der drei Diemelseer und einen Willinger zwischen 15 und 20 Jahren das Leben kostete. Während die meisten Diemelseer inzwischen nur noch an die Schreckensnacht zurückdenken, wenn sie die beiden Holzkreuze am Straßenrand passieren, trauern Angehörige und Freunde fast sieben Jahre später auf ihre ganz eigene Art: die einen haben die Region verlassen, andere kommen regelmäßig zurück zur Unfallstelle, um den jungen Männern zu gedenken und frische Blumen als Zeichen der Liebe zu pflanzen. Trauer ist individuell. Niemand kann die Gefühle der Zurückgebliebenen nachempfinden. Außenstehende sollten Toten und Trauernden daher jederzeit Respekt zollen.Als der Ottlarer Willi Dämmer am 20. Juli die Unfallstelle besucht, an der sein 18-jähriger Sohn Stefan verunglückte, fehlen ihm daher die Worte. Bereits zum zweiten Mal hat jemand das Holzkreuz, das die Namen des Jungen und seines Rattlarer Freundes Sebastian trägt, herausgerissen und in die Wiese geworfen.

Mehr lesen Sie in der WLZ-Zeitungsausgabe vom 31. Juli 2009.

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