Schwerer Raupenbagger trägt das Korbacher Parkdeck ab

Mit 230 PS gegen den Betonbau

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Mit einem 230 PS starken Hydraulikbagger zerlegt der Abriss-Fachmann Frank Grebe seit gestern Mittag Stück für Stück das Korbacher Parkdeck.Foto: -sg-

Korbach - Das schwere Gerät ist am Montag in Korbach eingetroffen: Ein Bagger zerlegt das Parkdeck am Berndorfer Tor in handliche Betonbrocken.

Wie eine überdimensionierte Kneifzange sieht die Betonschere aus, die ins Obergeschoss des Parkdecks greift. Mit einem Hebelzug lässt Baggerfahrer Frank Grebe das etwa zwei Tonnen schwere Werkzeug an der Spitze des Greifarmes zupacken, schon zerbröselt der Beton wie Sandkuchen, die Schere reißt mit Leichtigkeit ein mächtiges Stück heraus und legt es sacht am Boden ab. Zurück bleiben nur Eisenstränge der Armierung. Wo vor wenigen Wochen noch Autos standen, wächst so ein immer größeres Loch: Das Parkdeck wird seit gestern Mittag abgetragen.

Tragende Teile abreißen

Wie berichtet, hatten die Arbeiter der Baunataler Firma Heinz Schnittger in der vorigen Woche bereits den Asphalt entfernt. In dieser Woche geht es an die tragenden Teile aus Beton. Das Zerlegen erledigt ein Komatsu-Bagger PC 350 der nordhessischen Abriss-Fachleute. Um 4 Uhr morgens hatte die Verlegung des etwa 35 Tonnen schweren Geräts von Florstadt nach Korbach begonnen, gegen 12 Uhr traf der Tieflader am abgesperrten Parkdeck ein.

Baggerfahrer Grebe legte gegen 14.30 Uhr an der einstigen Einfahrt „An der Kalkmauer“ los. Schnell fraß sich sein Gefährt ins Obergeschoss. Auch einige Schaulustige verfolgten vom Straßenrand aus den Einsatz. Für Grebe ist die Arbeit Routine: Mit Betonschere, Steinhammer und Greifer an seinem 230 PS starken, auf Raupen fahrenden Hydraulikbagger zerlegt er das Betonbauwerk Stück für Stück. Größere Teile kann er für den Abtransport noch zerkleinern. Um die Staubbelastung für die Anwohner zu verringern, hält ein Arbeiter die Abrissflächen mit dem Strahlrohr nass.

Der Abriss dürfte um die vier Wochen dauern - auf eine genaue Zeit wollten sich die Baunataler Fachleute gestern bewusst nicht festlegen. Mit Schwierigkeiten am Bauwerk rechnen sie aber nicht. Komplizierter dürfte es nur bei den Fundamenten der Betonpfeiler werden, weil in der Nähe Leitungen liegen. Bis Ende diesen Jahres soll auf der Fläche ein ebenerdiger Parkplatz angelegt sein. Kosten der Umgestaltung: etwa 1,8 Millionen Euro.(-sg-)

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