Freilichtbühnen Ensemble  führt "Pension Schöller" und "Alice's Reise ins Wunderland" auf

Gelungene Premieren in Korbach 

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Schischa-Kriecher. Die rauchende Raupe (Andreas Göge) gibt Alice (Jana Pöttner) Ratschläge wie das Wunderland so tickt.  

Mit den Stücken "Pension Schöller" und "Alice's Reise ins Wunderland" startet die  Korbacher Freilichtbühne in die Saison.  

Korbach. Der Typ ist irre. Was denn jetzt, geisteskrank oder großartig genial? Dieser Grat des menschlichen Ist-Zustands ist sehr schmal und er wird in der Wiener Pension Schöller genau unter die Lupe genommen. In deren Räumen spielt die Komödie des Ensembles der Korbacher Freilichtbühne, die am Samstag Premiere feierte – vor voll besetzten Bankreihen. Und am Ende tritt der Zuschauer mit der Weisheit den Heimweg an: Der Normale kann verrückt sein und der Verrückte normal. Der angeblich normale Phillipp Klapproth (Thomas Melzer) hat den Wunsch, einmal eine Nervenheilanstalt von innen zu sehen. Sein Neffe (Lucas Göge) will ihm diesen Wunsch erfüllen, findet aber kein Kurhaus für nervöse Menschen in Wien, behauptet aber, er habe eine Klinik gefunden und führt seinen Onkel in die Pension Schöller.

Alice' Reise ins Wunderland

Korbach. Mir ist so langweilig. Eltern hassen diesen Satz. Wenn er aus dem Mund ihrer Kinder trotzig, protzig herausplatzt, haben sie ihren Nachwuchs vielleicht auch schon mal in ein anderes Land verwünscht. Alice (Jana Pöttner) ist auch langweilig, bis sie das weiße Kaninchen (Johann Nagel) mit der Uhr sieht und dem Tier in dessen Bau folgt. Dort fällt sie tiefer und tiefer. Schon beginnt Alice’s Reise ins Wunderland, die die Freilichtbühne Korbach bunt, schrill und von der Figurenvielfalt auch multikulti in Szene setzt. Das Ensemble um Regisseur Jens Lessing feierte am Samstag Premiere vor gut gefüllten Publikumsreihen.

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