Mescheder „Wind“-Band und Willinger „Concordia“-Chöre begeistern das Publikum

Gelungenes musikalisches Vergnügen

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Das Publikum ließ sich vom Orchester und seinem gut aufgelegten englischen Leiter anstecken.

Willingen - Liebesgrüße aus Moskau, englisch-patriotisches Musikvergnügen und eine nostalgisch-sentimentale Reise in die 40er, 50er und 60er Jahre: Beim Konzert der „Concordia“-Chöre und der Mescheder „Wind“-Band im Besucherzentrum war für jeden Geschmack etwas dabei.

Die Willinger Sängerinnen und Sänger und die Musikerinnen und Musiker aus dem westfälischen Nachbarkreis hatten in den letzten Wochen bei der Probenarbeit schon viel Spaß. Kein Wunder also, dass bei der Veranstaltung am Samstag in der Uplandgemeinde der sprichwörtliche Funke sofort übersprang und das Publikum sich von der musikalischen Fröhlichkeit anstecken ließ.

Der Abend stand unter dem Motto „Blowers‘ Night“, eine Anspielung auf die „Last Night of the Proms“, die alljährlich im September in London stattfindet. Unter der Leitung des schwung- und äußerst humorvollen Engländers Graham Mark Ellis, der die „Wind“-Band 1991 gegründet hat, erklangen denn auch Klassiker, die beim Abschluss der sommerlichen Promenadenkonzerte nicht fehlen dürfen, angefangen von „Jerusalem“ über „Land of Hope and Glory“ bis hin zur „Fantasia on British Sea Songs“. Die Upländer Musikfreunde zeigten sich zwar insgesamt etwas zurückhaltender als das Londoner Publikum, doch sie schwenkten immerhin begeistert Fähnchen, geizten nicht mit Applaus und manch einer sang auch aus voller Kehle mit.

Die Darbietungen des gemischten Chors und des Männergesangvereins „Concordia“ unter Leitung von Nikolaus Schröder waren nicht minder gelungen. Das Spektrum der Willinger reichte von gern gehörten Evergreens über Filmmelodien bis hin zum klangvollen „Amate adea“, bei dem Carlotta Schröder, die Tochter des Dirigenten, den Cello-Part übernahm. Die Chöre stellten sich einzeln und gemeinsam mit dem Orchester vor und lieferten eine überzeugende Leistung ab. Ellis und Schröder übernahmen die Moderation des Abends, der auf jeden Fall mehr Zuhörer verdient gehabt hätte.

Die Besucher, unter ihnen Bürgermeister Thomas Trachte, waren sich mit „Concordia“-Vorsitzendem Erich Schnieder einig: „Schön, dass es endlich geklappt hat, zusammen ein Konzert zu gestalten.“ Als nächste größere Veranstaltung steht das traditionelle Brückenfest auf dem Terminkalender der Willinger Sängerinnen und Sänger. Es findet am Samstag, 8. August, im Kurgarten statt.

Von Ulrike Schiefner

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