Korbach

Gemeinsam an einem Strang ziehen

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- Korbach (nic). Die muslimische Gemeinde Korbach feierte ein facettenreiches „Fest der Begegnung“.

„Wir wollen den Menschen unsere Kultur zeigen und einfach ein schönes Miteinander haben“, so drückte es Yücel Kocak, einer der Vorsitzenden des türkischen Kulturvereins, aus. Und dafür hatte sich die muslimische Gemeinde mächtig ins Zeug gelegt. Ausgestattet mit viel Offenheit und dem Anliegen, den Gästen türkische Gastfreundschaft zuteil werden zu lassen, wurde „Kermes“ gefeiert. „Es ist ein Fest der Begegnung und es ist toll, dass so viele Korbacher der Einladung gefolgt sind“, freute sich Bürgermeister Klaus Friedrich.

Und wer gekommen war, konnte allerhand erleben: eine Tombola mit Preisen für Groß und Klein, eine Hüpfburg für die jüngeren Besucher, kulinarische Köstlichkeiten, sogar ein Eiswagen fuhr vor. Im Gemeindehaus stand den Besuchern jeder Raum offen und sie waren auch zur Gebetsstunde eingeladen. „Als ob man plötzlich in eine andere Welt eintaucht“, so beschrieb es eine Besucherin. Wenn die Türen geschlossen sind, dringt kein Geräusch mehr hinein und der große Raum mit Platz für rund 400 Menschen wirke überwältigend. Die Stille lasse Platz, um die Gedanken fliegen zu lassen.

Und draußen im Getümmel wurde geredet und geschlemmt, wobei die Auswahl dank vieler fleißiger Hände riesengroß war. Wer wollte, konnte den Frauen beim Fladenbrotbacken zusehen, türkischen Tee und allerlei weitere Spezialitäten kosten und an einem Stand Textilarbeiten erwerben. Der Erlös kommt der Gemeindearbeit zugute.

„Wir hoffen, dass wir Vorurteile ausräumen und unseren Mitmenschen unsere Kultur etwas näherbringen konnten. Eine Gesellschaft funktioniert dann am besten, wenn alle gemeinsam an einem Strang ziehen. Und ich glaube, dass wir heute einen großen Schritt in diese Richtung getan haben“, resümierte Yücel Kocak zufrieden.

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