Hillershäuser und syrische Flüchtlinge gestalten gemeinsam den vierten Advent

Gemeinsam feiern, gemeinsam leben

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Während die Hillershäuser Glühwein kochen und Adventslieder singen, kocht Mohammed schwarzen Tee. Beim Adventstürchen kamen gestern Abend viele Besucher zur Dorfmitte. Fotos: Demski

30 Syrer leben in Hillershausen – unter rund 300 Einheimischen. „Und es funktioniert toll“, schwärmt Ortsvorsteher Andreas Schulte. An den Adventssonntagen feierten alle gemeinsam in der Dorfmitte.

Es ist kalt geworden. Aber der Besuch in der Dorfmitte in Hillershausen ist für Einheimische und syrische Flüchtlinge längst Ehrensache. Ortsvorsteher Andreas Schulte und viele fleißige Hände halten den Glühwein warm, zünden kleine Feuerstellen an und servieren Kekse. Währenddessen hat Mohammed den Teekessel über der Flamme im Blick. „Schwarzer Tee“, sagt er. Und den nehmen nicht nur seine Landsleute gerne an, sondern auch die Hillershäuser. Seit dem ersten Advent pflegen Einheimische und Neubürger gemeinsam diese kleine Tradition: Jeden Sonntag um 17 Uhr kommen sie in der Dorfmitte zusammen. Die Hillershäuser geben sich dann viel Mühe, bereiten Stroh und Felle zum Sitzen vor, bringen Instrumente mit, singen und essen gemeinsam. Am ersten Sonntag richtete Martina Koll die gesellige Runde aus, am zweiten Sonntag Conny Schmidt. „Und am dritten Advent fehlte uns dann jemand“, erzählt der Ortsvorsteher, „und da sprangen die Flüchtlinge ein.“

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