Landfrauen richten Spielstube und Kinderbetreuung ein

Gemeinsam statt einsam

Basdorf - Ein Gesellschaftsspiel in großer Runde statt Computerspielen allein zu Hause: In der neuen Basdorfer Spielstube sind Kinder zum gemeinsamen Erleben eingeladen – eine Idee der Landfrauen.

Patricia hat es sich in dem großen weißen Ohrensessel gemütlich gemacht und schmökert in einem Buch. Um sie herum herrscht fröhlicher Trubel. Aber die junge Basdorferin hat ihren Lieblingsplatz in der neuen Spielstube eindeutig gefunden. Gemeinsam mit dem Förderverein des Vöhler Ortsteils haben die Landfrauen die Stube eingerichtet: „Wir hatten die Idee und unser Ortsvorsteher hat den Förderverein mit ins Boot geholt“, erzählt Tina Heine. 500 Euro wurden in die Einrichtung investiert, der Raum wird den Landfrauen kostenlos zur Verfügung gestellt. Und so kann auch das Angebot der Landfrauen ohne finanziellen Beitrag der Familien auskommen: Bisher einmal in der Woche, künftig aber öfter, öffnen die Landfrauen am Nachmittag die Spielstube für Kinder zwischen drei und 14 Jahren und laden zum Spielen, Lesen und Basteln ein. Während die Jüngsten es sich schnell auf dem Spielteppich gemütlich machen, genießen die Älteren vor allem die Bastel- und Werkangebote. Mit dem Lötkolben verwandeln die Älteren Holzbretter in Kunstwerke, die Jüngeren färben Salz und zaubern Kerzengläser. Bei gutem Wetter kicken die Kinder vor der Tür, bei schlechtem verkrümeln sie sich in die Leseecke. Denn im Zuge der Einrichtung der Spielstube haben die Landfrauen auch gleich eine Wanderbücherei eingerichtet. „Die Kinder können es sich hier gemütlich machen oder Bücher mit nach Hause nehmen“, erzählt Tina Heine. Die Betreuung und Programmgestaltung übernehmen die sieben Basdorfer Landfrauen vom Teamvorstand. „Aber auch viele Eltern haben sich bereits angeboten, uns zu unterstützen“, erzählt Tina Heine. Manche Mütter bleiben auch mit ihren Kindern in der Spielstube – zum gemeinsamen Spielen oder Basteln.Das Angebot wird bisher gut angenommen und soll deswegen auch ausgebaut werden. Tina Heine betont: „Alle Kinder sind bei uns herzlich willkommen.“ Von Theresa Demski

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