Korbach

Geschenkerausch in letzter Minute

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- Korbach (resa) Die Zeit wird knapp: Wer jetzt noch kein Geschenk für seine Liebsten hat, sollte sich schnellstens auf den Weg machen. In der Korbacher Fußgängerzone wird er dabei auf viele Leidesgenossen treffen. Die Einzelhändler sind auf alles vorbereitet.

Luise Vutz kommt in diesen Tagen kaum zum Durchatmen. Kaum hat sie einem Kunden einen Duft empfohlen, steht schon der nächste in der Schlange. Vor allem Männer sind dieser Tage in der Parfümerie Aurel in der Korbacher Fußgängerzone unterwegs. „Ein Duft ist nicht einfallslos, sondern ein bißchen Luxus für die Freundin“, sagt Luise Vutz und freut sich über den regen Herrenbesuch. Dann dürfen es schon mal teurere Düftchen sein oder ein Wellnesspaket. „Teurere Produkte gönnen sich Frauen nur selten, es ist schön, wenn sie dann unter dem Weihnachtsbaum liegen“, weiß die Fachverkäuferin.

Ann-Katrin Göbel, Mitarbeiterin der Buchhandlung Schreiber hat den Eindruck, dass es etwas ruhiger geworden ist. „Insgesamt haben wir aber noch viel zu tun“, sagt sie. Viele Kunden würden sehr gezielt in die Buchhandlung kommen oder sich an der Bestsellerliste orientieren. „Anderen helfen wir auf die Sprünge“, sagt sie. So sei als „Lastminute-Geschenke“ vor allem das Guiness Buch der Rekorde beliebt, hat sie festgestellt.

. „Auch bei uns hat der Geschenkerausch in letzter Minute begonnen“, erzählt Ralf Müller Mitarbeiter von Piccos Kinderwelt . Während für die eigenen Kinder die meisten Geschenke schon im November oder Anfang Dezember gekauft worden seien, kämen jetzt Patentanten und -onkel. Zu den beliebtesten Geschenken in diesem Jahr würden die Bey-Blades gehören – Kreisel die in einer kleinen Arena gegeneinander antreten. „Im November mussten wir manchmal 20 Eltern am Tag zurück schicken, weil die Kreisel vergriffen waren“, erzählt Müller. Jetzt gibt es sie wieder. Doch umso näher das Fest rückt, desto ungeduldiger werden die Kunden. „Die Stimmung ändert sich in den letzten Tagen immer“, sagt Ralf Müller. Ware gebe es genug, aber natürlich seien kurz vor Weihnachten nicht mehr alle Wünsche zu erfüllen. „Dann müssen wir einfach um den Verständnis bitten.“ Und bisher dürfte unter dem Weihnachtsbaum noch niemand leer ausgegangen sein.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom 23. Dezember

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