Willingen

15 gestohlene Fahrräder, 100 Hilfseinsätze

- Willingen (r). Aus polizeilicher Sicht war es erneut ein friedliches Fest, das die europaweite Mountainbikegemeinde am Wochenende im Weltcup-Ort feierte.

Aus Kreisen der Sportler sowie der Veranstalter war immer wieder Lob und Anerkennung auch für die Arbeit und das Auftreten der Polizei zu hören. Im internationalen Vergleich eine vorbildliche Leistung, so die Verantwortlichen. Mancher Biker habe sich direkt bei den Streckenposten während des Langstreckenwettbewerbs am Samstag bedankt, war der vorherige Anstieg auch noch so kräftezehrend, berichtet der Gesamteinsatzleiter, Polizeihauptkommissar Uwe Kümmel. Die insgesamt sehr positive Stimmung und das verhältnismäßig geringe Straftatenaufkommen waren sicherlich auch der polizeilichen Präsenz zu verdanken. Doch trotz intensiver Bestreifung sowohl durch uniformierte als auch durch zivile Kräfte konnte nicht verhindert werden, dass in diesem Jahr insgesamt 15 Fahrräder gestohlen wurden. Der Schaden wird auf immerhin 65 000 Euro geschätzt. Obwohl im Vergleich zum Vorjahr „nur“ vier Bikes mehr gestohlen wurden, hat sich der Gesamtschaden beinahe verdoppelt. Erfreulich war ferner, dass am Wochenende in Willingen nur drei Strafanzeigen wegen Körperverletzung beziehungsweise Sachbeschädigung erstattet wurden. Bedenkt man, dass die Sicherheitskräfte neben dem Bikefestival auch noch ein sogenanntes Clubwochenende zu bewältigen hatten, ist das eine niedrige Zahl, so Kümmel. Aus verkehrspolizeilicher Sicht kam es trotz des am Samstag parallel stattfindenden Landesparteitages der CDU zu keinen nennenswerten Problemen. Das seit Jahren bewährte und in Einzelheiten modifizierte Verkehrskonzept habe wiederum seine Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Die Helfer von DRK und Bergwacht versorgten insgesamt 100 Personen, 18 Verletzte mussten sogar in umliegende Krankenhäuser gebracht werden. Zwei ganz junge Radsportler, ein elfjähriger und ein 14-jähriger Junge, verletzten sich bei Stürzen mit ihren Bikes so schwer, dass sie mit dem Rettungshubschrauber ausgeflogen werden mussten. Lebensgefahr besteht jedoch bei beiden nicht. Willingen empfahl sich an diesem Wochenende wieder einmal mehr als renommierter und sicherer Austragungsort für internationale Sportveranstaltungen, so die abschließende Bewertung der Polizei.

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