Vasbecker Gastwirt Achim Bangert hat sich aufs Ende des Streiks vorbereitet

Gut gewappnet für die „Postflut“

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Der Streik ist seit gestern vorbei, die Flut an Postsendungen kann kommen: Gastwirt Achim Bangert hat vorgesorgt.Foto: -sg-

Diemelsee-Vasbeck - Gut gerüstet fürs Ende des Poststreiks zeigt sich Achim Bangert: In Erwartung der Massen an ausstehenden Sendungen stellte er am Montagabend schon mal seine Altpapiertonnen vors Haus.

Rund vier Wochen ist der Briefkasten des Gastwirts leer geblieben, da sammelt sich so einiges an, was jetzt ausgetragen wird.

Die Post ist mit dem Gasthaus „Vasbecker Flotte“ verbunden, schon zu Kaisers Zeiten führte die Familie Todtenhausen das Postamt im Haus. Mit dem Ende der Bundespost und der Privatisierung wurde es geschlossen. Aber bis heute hängt der gelbe Postkasten des Dorfes neben dem Eingang der Wirtschaft.

Auch Bangert stört sich an der ungleichen Bezahlung der Postler, insofern hat er durchaus Verständnis für ihren Streik. Doch der gut bezahlte Vorstand blieb bei seinen umstrittenen Regionalgesellschaften für Auslieferer - und auch die Vasbecker blieben ohne Post, während sich Briefe und Pakete in den Briefzentren und eilig gemieteten Lagern stapelten. Ärgerlich war das auch für den Gastwirt, der auf Bestellungen wartet.

Doch seit Dienstag wird wieder verteilt. Und so griff sich Bangert seine Tonnen und beschriftete sie: für Mahnungen, Rechnungen und für Werbung. Seine Aktion hat er ironisch gemeint, denn selbstverständlich zahle er seine Rechnungen, betont er. Obwohl: „Mal gucken, was der Postbote macht. Eigentlich kann er gleich einsortieren…“ (-sg-)

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