Oktoberfest der Korbacher Hanse · Zünftiges Ambiente und verkaufsoffener Sonntag locken in Fußgängerzone

Glückliches Ende im hanseatischen Bayern

Korbach - Erst Alphornklänge, dann der Duft bratender Haxen und schließlich der Anblick eines Fassbieranstiches fast wie auf der „Wiesn“: Beim Oktoberfest der Korbacher Hanse ist die Einkaufsmeile am Wochenende ein kleines Bayern mitten in Waldeck geworden.

Lediglich die Eröffnung des Okotberfests des Korbacher Hanse haperte etwas: Als Bürgermeister Klaus Friedrich den Hahn ins Fass schlug, spritze das Bier, lief aber nicht durch das Rohr – ein Gummiring am Zapfhahn habe nicht gepasst, erklärte das Stadtoberhaupt. Auch Dirk Pöttner vom Lions-Club Korbach-Bad Arolsen konnte nicht helfen, als der Gerstensaft langsam die Stufen vor der Waldecker Bank hinab floss. Aus den Reihen der Willinger Alphornbläser eilte „Hüttenwirt“ Siggi von der Heide zur Hilfe und stellte sicher, dass das Oktoberfest doch noch nach Maß begann.

Wegen der Bauarbeiten am Berndorfer Tor lag die Festbühne am Südende der Prof.-Bier-Straße. Während bayerische Leckereien gekocht wurden und der Lions-CLub Getränke verkaufte, spielten die Gruppe „NightLive“ und das Duo „Die Schröders“ Stimmungsmusik.

Auf dem Hanseplatz am anderen Ende der Fußgängerzone zeigten Korbacher Autohändler zahlreiche Modelle. Dazwischen fanden sich Stationen für Kinder sowie Marktstände, die auch Verächter der bayerischen Küche zufrieden stellten. Historische Traktoren ließen ältere Gäste in Erinnerungen schwelgen, jüngere saßen glücklich Probe.

Hanse-Vorsitzender Jürgen Tent freute sich über viele Besucher in Korbach, nach mäßigem Start tummelten sich am Sonntagnachmittag die Gäste. Die Einzelhändler seien mit dem verkaufsoffenen Sonntag zufrieden, gerade Textil- und Schuhverkäufer hätten von den frischen Temperaturen profitiert. Gegenüber dem Vorjahr sei ein Plus zu verzeichnen. Als neuer Service stand ein Gepäckbus bereit, in dem Einkäufer ihre Errungenschaften während des weiteren Bummels lagerten.

Dass die Hansestädter im nächsten Jahr wieder Oktoberfest feiern, steht laut Tent schon fest. Auch wenn der Platz bei der Bank eine gute Alternative gewesen sei, freue er sich auf die Rückkehr in die erneuerte Tiefebene. Von Wilhelm Figge

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