Besucherbergwerk in Goldhausen eröffnet die Saison

Goldene Spuren ins Mittelalter

Goldhausen - Glück auf: Die Saison am Besucherbergwerk in Goldhausen ist eröffnet. Bis Oktober können Gruppen und Einzelpersonen den Stollen im Eisenberg besichtigen.

In die Gummistiefel geschlüpft, den Friesennerz übergezogen, zur Sicherheit noch einen Helm auf den Kopf – und es kann losgehen: Die ersten Besucher der neuen Saison haben sich am Sonntag durch den „Unteren-Tiefe-Tal-Stollen“ führen lassen. Der Marsch durch die ehemalige Goldgräberstätte mit fachkundiger Begleitung ist ein Abenteuer. Der Besucherstollen macht den Bergbau des 15. und 16. Jahrhunderts anschaulich. Und am Ende wartet der Einblick in die mittelalterliche Grube St. Sebastian, wo die Goldschürfer schon im 14. Jahrhundert zu Werke gingen. Doch der Verein „Historischer Goldbergbau“ hat noch mehr zu bieten: „Besichtigen Sie auch das Zechenhaus“, empfahl Vereinschef Wolfgang Behle. Dort erwartet die Besucher unter anderem eine Mineralienausstellung, Kinder können sich als Goldwäscher versuchen. Walter Hellwig, Pfarrer im Ruhestand, hielt die Andacht zur Saisoneröffnung: Zwar gelinge es dem Menschen, allerlei Schätze aus dem Boden zu bergen, doch die Fundstätte der Weisheit bleibe ihm verborgen: Die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens wisse nur Gott. Musikalisch umrahmte der gemischte Chor Eisenberg unter der Leitung von Arno Huthwelker den Auftakt. Und bevor es dann wirklich in Korbachs Unterwelt ging, stimmte Hartmut Scharfe auf dem Akkordeon das alte Bergmannslied „Glück auf“ an. Zuvor hatten Goldmarie Corinna Behle und Stadtverordneter Heinz Merl die Besucher begrüßt. Führungen für Gruppen bis zwölf Personen sind auf Anmeldung von Mai bis Oktober täglich möglich. Für Einzelpersonen und kleine Gruppen bietet der Verein an Wochenenden regelmäßige Führungen an (Termine unter www.goldspur-eisenberg.de). Auch hier ist eine Anmeldung nötig.Infos und Anmeldung im Bürgerbüro der Stadt Korbach (Rathaus), Telefon 05631/53-232, unter www.korbach.de oder unter www.goldspur-eisenberg.de. (lb)

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