Heimgeleuchtet

Goldmario

Korbach - Solche Bedenkenträger waren zu erwarten: Nach dem Aufruf der Stadt und der Korbacher Hanse zur Wahl einer neuen Goldmarie, meldeten sich gestern gleich kritische Stimmen.

Wieso gibt es eine Altersbeschränkung für Bewerberinnen? Und überhaupt: Warum können nicht auch Männer für den ehrenamtlichen Job als Korbachs Sympathieträger kandidieren? Im Zeitalter des „Gender Mainstreaming“ sind solche unglückseligen Debatten um absolute Gleichstellung von Frauen und Männern wohl nicht mehr zu verhindern. Aber eines sei allen Bedenkenträgern gesagt: Wir sind hier nicht auf der 3. UN-Weltfrauenkonferenz in Nairobi – und auch nicht im Sachverständigenrat der Europäischen Union. Nein, bei der Wahl zur Korbacher Goldmarie geht es vor allem um Grimms Märchen. Denn auch in der Geschichte über Frau Holle stehen ausdrücklich zwei junge Frauen im Blickpunkt – die Goldmarie und ihre faule Schwester, die am Ende mit Pech überhäuft wird.Für ältere Semester ließe sich bei uns in Korbach vielleicht alternativ die Rolle von Frau Holle neu besetzen. Allen ambitionierten Männern sollten wir eher sagen: Pech gehabt. Aber vielleicht kann sich der ein oder andere alternativ ja als Goldmario in Szene setzen. Bewerbungen sind an die FDP-Bundestagsfraktion zu richten …

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