Korbacher Freibad hat bis auf Weiteres geöffnet

26 Grad, während die Blätter fallen

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Gehen nach Möglichkeit täglich ins Freibad – und können das im milden Herbst auch weiterhin tun (hinten, v. l.): Heide Wegner, Renate Gutte, Marlies Pohlmann, Leni Schäfer, Elli Schöffel und (vorne) Ingrid Przygodda.Foto: Wilhelm Figge

Korbach - Anders als die meisten anderen Freibäder hat das in Korbach noch geöffnet - nach dem verregneten Sommer sorgen milder Herbst und Heizung für Wohlbehagen im Becken.

Von 8 bis 18 Uhr hat das Korbacher Freibad zurzeit geöffnet. Morgens wie abends ziehen Gruppen von knapp 20 Schwimmern ihre Bahnen und auch im Laufe des Tages freuen sich viele am milden Herbst: „Was haben wir wieder ein herrliches Wetter“, jauchzt Renate Gutte. Die Seniorin und ihre Freundinnen nutzen es, um im Wasser ihre Gesundheit zu stärken, andere für eine Auszeit: „Ich treffe Geschäftsleute, die in ihrer Mittagspause herkommen, und Lehrer, die Freistunden zum Schwimmen nutzen“, sagt Ingrid Przygodda, bisher an 86 Tagen dieses Jahres zu Gast im Becken.

Bis zu 64 Schwimmer am Tag

Die täglichen Besucherzahlen schwanken zwischen 27 und 64 Schwimmern - etwas über dem Niveau des verregneten Augusts. Auf die Gesamtbesucherzahl hat sich der Sommer dennoch ausgewirkt: Bislang verzeichnet das Korbacher Freibad 23458 Besucher, das Vorjahresniveau von 29354 Gästen liegt noch in weiter Ferne.

Dafür, dass in Korbach anders als in den meisten anderen Freibädern der Region noch geschwommen werden kann, ist freilich Unterstützung für das Wetter nötig: Die Sonnenstrahlen erwärmen das Wasser zwar, aber es wird auch kräftig geheizt. 26 Grad Celsius sind normal, manchmal sind es sogar etwas mehr. Auch hier spielt der Sonnenschein eine Rolle: Teilweise stammt die Energie dafür aus Solarthermie, erklärt Heike Bayerköhler, Sprecherin des Freibad-Betreibers EWF. Beim aktuellen Wetter würden die Öffnungszeiten bis auf Weiteres beibehalten. Die Schwimmerinnen und Schwimmer, die fast jeden Tag kommen, freut das: „Das Freibad ist der schönste Teil von Korbach“, findet die 87-jährige Leni Schäfer.

Von Wilhelm Figge

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