Diemelsee / Brilon

Grenzänderung rückt näher

Grenzänderung

- Diemelsee / Brilon (nv). 50 Jahre nach dem ersten Vorstoß der Briloner rückt die Änderung der Landesgrenze zwischen Hessen und Nordrhein-Westfalen bei Bontkirchen näher. Die Landtage beraten über die Ratifizierung des Staatsvertrags. Gestern verwiesen die Nordrhein-Westfalen den Gesetzentwurf in den Hauptausschuss.

Nachdem die Diemelseer Gemeindevertretung und der Rat der Stadt Brilon sich im Oktober 2008 für die Einheit Bontkirchens und damit die Änderung der Landesgrenze ausgesprochen hatten, unterzeichneten der Chef der hessischen Staatskanzlei Stefan Grüttner und der nordrhein-westfälische Innenminister Dr. Ingo Wolf im Frühjahr den entsprechenden Staatsvertrag. Dieser muss nun durch Beschluss beider Landtage ratifiziert werden. Nach erster Lesung verwiesen die Westfalen das zugehörige Gesetz gestern in den Hauptausschuss. Ein Beschluss soll Anfang September gefällt werden. Die Hessen beraten sich laut Landtagsabgeordnetem Wilhelm Dietzel (Neudorf) ab der kommenden Woche. Betroffen vom Grenzänderungsvertrag sind auch Bad Arolsen-Kohlgrund und Marsberg-Udorf. Entlang der „Willinger Straße“ in Bontkirchen gehören sieben Wohnhäuser, Teile der Schützenhalle, Sportplatz und eine Zimmerei zum einige Kilometer entfernten Diemelseer Ortsteil Stormbruch und somit zu Hessen. 55 Flurstücke mit einer Fläche von rund 14 Hektar erhält Nordrhein-Westfalen bei Grenzänderung von Hessen. Da Diemelsee Gebiet, Einwohner und damit auch Steuereinnahmen verliert, vereinbarten die kommunalen Gremien eine Entschädigung durch die Stadt Brilon von 390 000 Euro. Mehr lesen Sie in der WLZ-Zeitungsausgabe vom 25. Juni 2009.

Kommentare