Sportsfun Teamday an der Herzhäuser Ederseeschule

Grenzen erfahren, Gemeinschaft erleben

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Beim Sportsfun Teamday in der Ederseeschule in Herzhausen versuchten sich nicht nur Schulleiter Richard Donges und Landrat Reinhard Kubat an den Stationen, sondern auch Grund- und Mittelpunktschüler waren aktiv.

Vöhl-Herzhausen - Auf dem Stundenplan der Herzhäuser Schüler stand gestern Teamtraining: Auf Einladung der Sportjugend Hessen konnten die Kinder an 30 Stationen ihre Grenzen austesten, Stärken entdecken und Gemeinschaft erleben.

Die Aufgabe ist kniffelig: Ein langes Seil, das in Schlangenlinie auf dem Boden liegt, soll zum Quadrat gelegt werden. Besondere Herausforderung: Die Schüler haben schwarze Brillen auf den Augen und sind blind. Wer hat die Ideen? Wer gibt den Ton an? Wie kann das Rätsel gelöst werden?

Am Montagmorgen ist in der Herzhäuser Ederseeschule Teamarbeit gefragt. Denn nur wenn die Schüler aufeinander hören, sich miteinander beraten und (im wahren Sinne des Wortes) an einem Strang ziehen, können sie die Aufgabe lösen. Insgesamt 30 Stationen hat die Sportjugend Hessen rund um die Schule aufgebaut - finanziert von der Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen und der Sparkasse Wal­deck-Frankenberg. Sechs Stationen können die Schüler nur im Team bestehen. „Soft Skills sind immer mehr gefragt“, sagt Martin Weingart, Koordinator der Sportjugend, „Kinder müssen auch lernen, gemeinsam mit ihren Mitmenschen komplexe Aufgaben zu bewältigen und Probleme zu lösen.“ Und eben darum geht es bei den Spielen und den sportlichen Herausforderungen des Sportsfun Teamdays.

Besonderer Clou: Schüler mit besonderem Förderbedarf übernehmen die Aufgaben der Teamassistenten - das heißt, sie leiten die Gruppen an und unterstützen die Lehrer. „Wir geben ihnen Verantwortung und sie zeigen tolle Entwicklungen“, sagt Weingart.

Neben den Teamstationen gibt es für die Kinder auch die „Tobe­ecken“. Besonders beliebt: die Wasserrutsche am Hang. Hier sorgt die freiwillige Feuerwehr für reichlich Wasser und mit Spitzengeschwindigkeiten geht es den Berg hinunter. Beim Baseballspielen, Tauziehen oder an der Kletterwand warten weitere Herausforderungen auf die Kinder. „Sie entdecken ihre Grenzen“, sagt Martin Weingart, „und sie spüren, dass der Sieg in der Gruppe ein besonderes Erfolgserlebnis ist.“

Tatsächlich herrscht beste Stimmung auf dem Schulgelände: an den Stationen wird gegrübelt und diskutiert, Erfolge werden lautstark gefeiert und auf der Wasserrutsche erklingen fröhliche Jubelrufe.

Am Ende gibt es sogar noch was zu gewinnen: Beim Teamcup müssen die Mitschüler ihre Läufer beim Fassadenlauf geschickt lenken. Die beste Klasse bekommt zur Belohnung ein halbtägiges Teamtraining geschenkt - samt Schulbefreiung. (resa)

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