Vasbeck

Große Sorge um Betreuung kleiner Leute

- Diemesee-Vasbeck (nv). Ein kleiner Abschnitt im Haushaltssicherungskonzept der Gemeinde Diemelsee bereitet einigen Eltern große Sorge: Um Geld zu sparen, könnte 2012 
eine von zwei Gruppen des evangelischen Kindergartens „Sinai“ in Vasbeck geschlossen werden.

18 Finger schnellen in die Höhe, als die kleine Hanna, Vorsitzende des Kinderparlaments, im Vasbecker Kindergarten am Donnerstagmorgen zur Abstimmung aufruft. Die Verlegung der Kuschelecke in eine an den Turnraum angrenzende Kammer ist damit beschlossene Sache. Wenn die Mädchen und Jungen gefragt würden, ob entweder die Heinzelmännchen- oder die Monstergruppe geschlossen werden sollte, würde das Votum ebenso eindeutig ausfallen. Allerdings würden sie ihre Finger in diesem Fall bei „Nein“ erheben und die Gruppenschließung ablehnen. Über die mögliche Schließung einer Gruppe entscheiden – zum Bedauern der Eltern – aber nicht ihre Kinder, sondern die Mitglieder des Zweckverbandes der Kindergärten in Diemelsee. Zum Verband gehören die Kirche als Träger der Kindertagesstätten und die Gemeinde. Die Gebäude sind in kommunalem Eigentum und die Gemeinde trägt den Großteil der Kosten für die Kinderbetreuung. Die derzeitigen Defizite in der kommunalen Kasse veranlassten die Abgeordneten aller Fraktionen daher, bei der Aufstellung des gesetzlich geforderten Konsolidierungskonzepts auch die Ausgaben für die drei Kindergärten in Adorf (vier Gruppen), Heringhausen (zwei Gruppen) und Vasbeck (zwei Gruppen) auf den Prüfstand zu stellen. Ergebnis: Gehen die Kinderzahlen weiterhin zurück, wird gemäß Kuratoriumsbeschluss eine Gruppe in Vasbeck geschlossen. Ab 2012 sollen auf diesem Weg jährlich 17 000 Euro gespart werden. Mehr lesen Sie in der WLZ-Ausgabe vom Samstag, 20. November 2010.

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