Willingen

Große Suchaktion nach Vater und Sohn

- Willingen. Eine großangelegte Suchaktion haben am frühen Samstagabend ein Vater unter sein Sohn im Raum Willingen ausgelöst. Sie hatten sich im Wald verlaufen und bei hereinbrechender Dunkelheit per Handy über die Nummer 110 einen Notruf abgesetzt, der bei der Korbacher Polizei auflief.

Der Mann aus Langenberg bei Rheda-Wiedenbrück war am Nachmittag mit seinem Sohn zum Skilaufen ins Sauerland gekommen. In einem Tal bei Bruchhausen waren beide mit dem Skilift Sternrodt den Hang hinauf gefahren, hatten sich dann aber bei einsetzender Dunkelheit die Abfahrt nicht mehr zugetraut. Daraufhin waren sie zu Fuß losgegangen und verloren dabei die Orientierung in dem großen Waldgebiet unweit der Landesgrenze zu Hessen.

Als der ortsunkundige Vater gegen 17 Uhr bei der Polizei in Korbach anrief, erklärte er, dass er mit seinem Sohn mit einem Lift nach oben gefahren sei und sich nun verlaufen habe. Kurz darauf riss der Telefonkontakt ab. Die Beamten vermuteten daher, dass die beiden Personen mit dem Lift oder der Kabinenbahn hinauf zum Ettelsberg unterwegs gewesen waren.

Aufgrund der klirrenden Kälte – es herrschten an diesem Abend etwa zehn Grad minus – wurde umgehend eine Suchaktion eingeleitet, an der neben mehreren Streifenwagen auch die Feuerwehr, das THW und die Willinger Bergwacht beteiligt waren. Außerdem kam ein Polizeihubschrauber zum Einsatz, der mit einer Wärmebildkamera das Gelände an der hessisch-westfälischen Landesgrenze absuchte. Vorsorglich waren auch ein Rettungswagen und der Notarzt alarmiert worden.

Die Suche war bereits in vollem Gange, als sich der Vermisste gegen 19 Uhr erneut bei der Polizei meldete. Er teilte mit, dass er Lichter einer Siedlung sehe und sich mit seinem Sohn dorthin begeben werde. Wie sich später herausstellte, gehörten die Häuser zu Bruchhausen. In dem Briloner Ortsteil trafen Vater und Sohn kurz darauf glücklicherweise unversehrt ein, so dass die Suchaktion eingestellt werden konnte. (bs)

Kommentare