Goddelsheim

Das Große Zweiblatt ist zurück

- Lichtenfels-Goddelsheim (den). Im Wald zwischen Goddelsheim und Nordenbeck arbeiten derzeit langzeitarbeitslose Jugendliche und Erwachsene. Sie sollen den wiederentdeckten Steinbruch von Gebüsch und Bäumen befreien.

Lichtenfels-Goddelsheim. Lange Zeit war dieser historische Punkt verschollen gewesen. Vor 23 Jahren hatten die Goddelsheimer Naturschutzbund-Mitglieder (Nabu) begonnen, den östlichen Teil freizulegen – ohne zu ahnen, dass weiter westlich eine noch beeindruckendere historische Baustelle auf sie warten würde.

Vor hunderten von Jahren bauten die Steinmetze in dem hügeligen Gelände schwarzen Kalksandstein ab. Noch heute sind so manche Scheune und so manches Haus in der näheren Umgebung mit diesen besonderen und markanten Steinen gemauert.

Durch Zufall entdeckten die 20 Arbeiter aus dem Frankenberger Raum unter der Anleitung von Bernd Saalfrank den verschollenen Punkt. Flugs entschieden sie, die meterhohen Fichten zu fällen. Seit Anfang des Jahres waren sie bereits zweimal im Einsatz, in diesen Wochen folgte der dritte. Und so langsam kommen die alten Spuren wieder zum Vorschein. Doch neben den historischen Steinen profitiert auch die Pflanzenwelt von dem punktuellen Kahlschlag auf dem Ensenberg.

Seltene Orchideenarten wie Mücken-Händelwurz, Großes Zweiblatt, Weißes Waldvöglein oder Braunrote Stendelwurz keimen wegen des zusätzlichen Sonnenlichtes wieder. Und auch der Deutsche oder der Gefranste Enzian kommen zum Vorschein. An den Steinbruch schließt sich ein Magerrasenbiotop an, das seit diesem Jahr vom Landkreis als Naturdenkmal anerkannt ist.

Mehr lesen Sie in der Freitagsausgabe vom 30. Oktober 2009.

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