Rhenegger Männergesangverein feiert sein 125-jähriges Bestehen mit Konzerten

Großes Fest der Stimmen

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125 Jahre – und kein bisschen leise: Als Gastgeber eröffnet der Männergesangverein das Jubiläumssingen . Fotos: Lutz Benseler

Diemelsee-Rhenegge - Zwei Tage voller Musik: Der Männergesangverein Rhenegge hat am Wochenende sein 125-jähriges Bestehen gefeiert - mit einem Fest für den Chorgesang.

Fürs Feiern sind die Rhenegger schon seit jeher berühmt berüchtigt: „Ach, hätt‘ ich doch Rhenegge nicht gesehen“, lautet denn auch ein geflügeltes Wort in Schweinsbühl. Karl-Friedrich Trachte erklärt warum: Vor vielen Jahrzehnten, als es noch kaum Autos gab, soll ein Sangesbruder diesen Satz in früher Morgenstunde nach feuchtfröhlichem Sängerfest auf dem umso beschwerlicheren Heimweg nach Schweinsbühl geäußert haben.

Gefeiert haben sie auch an diesem Wochenende wieder in Rhenegge. Vor allem aber hat der Männergesangverein zu seinem 125. Geburtstag den Chorgesang hochleben lassen. Die Sänger aus dem Ort und viele Gastchöre zeigten an zwei Tagen, welch ein vielseitiges Instrument die Stimme ist.

„Ich freue mich auf zeitgenössische Lieder und Lieder aus vergangenen Zeiten“, begrüßte Vorsitzender Heinz-Peter Schlüter die Gäste in der Schützenhalle. Die gab es beim Jubiläumssingen am Samstag und beim Bezirkssängerfest und Freundschaftssingen am Sonntag reichlich zu hören. Die Bandbreite reichte von Reinhard Meys „Diplomatenjagd“ (MGV Mühlhausen), über den 50er Jahre Schlager „Seemann“ (Frauenchöre Mühlhausen und Eppe), bis hin zum alten Volkslied (Alleweil bei der Nacht“ (Gemischter Chor Vasbeck) und dem Chorstück „Wenn der Tag zu Ende geht“ (MGV Wirmighausen).

Die Gastgeber selbst waren unter anderem mit dem Operetten-Stück „Es wird in hundert Jahren wieder so ein Frühling sein“ mit Solist Heinz-Peter Schlüter zu hören. Zum Jubiläum trat auch wieder der Projektchor auf, der etwa Helene Fischers „Ich will immer wieder...“ einstudiert hatte. Sonntagnachmittag hatte auch der Sängernachwuchs aus dem Rhenegger Kinderchor seinen großen Auftritt. Die Moderation bei den Konzerten übernahmen Joachim Röse und Kurt Wagner.

Schließlich gab es auch viele Glückwünsche für die Rhenegger Sänger: Hans-Joachim Zwickirsch, Geschäftsführer des Mitteldeutschen Sängerbundes, überreichte am Samstag Urkunden des hessischen Ministers für Wissenschaft und Kunst, des Mitteldeutschen Sängerbundes und des Deutschen Chorverbandes. Bruno Mecke vom Waldeckischen Sängerbund wünschte: „Möge es dem MGV Rhenegge auch künftig gelingen, seinen Beitrag zur Freude der Menschen zu leisten“

Der Verein fördere die dörfliche Gemeinschaft und vermittele das Gefühl der Zusammengehörigkeit, sagte Hannelore Behle, Kreisbeigeordnete und Vorsitzende des Gemeindeparlaments in Diemelsee. Wolfgang Völkel überreicht ein Geschenk der Rhenegger Vereine.

Mit einer Andacht von Pfarrer Jörg Schultze (Heringhausen) begann der Sonntag. „Singen und feiern wird nie unmodern und gehört immer zusammen“, eröffnete Astrid Behle, Vorsitzende des Sängerbezirks, anschließend das Sängerfest. Und Bürgermeister Volker Becker erklärte, der Männergesangverein sei eine tragende Säule in der Rhenegger Vereinsgemeinschaft. Von Lutz Benseler

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